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September 2005

Antwort des KBV-Vorsitzenden | Schmitz u. Söhne mit neuem Farbprospekt | Das 10-Euro-Sommerloch | Kolposkopie-Fortbildung am 28.9.2005 | Also sprach Prof. Dr. J.-D. Hoppe ...

Antwort des KBV-Vorsitzenden!

Herr Doktor Köhler mit seinen Sekretärinnen sind immer noch vielbeschäftigte Leute. Insoweit kann man nach wie vor gut verstehen, daß auch nach knapp 11 Wochen, also bis zum 31.8.2005, keine Antwort auf das Schreiben der GenoGyn Rheinland vom 10.6.2005 eingegangen ist - nachvollziehbar also, aber trotzdem unhöflich.

Dennoch wird GenoGyn Rheinland nicht locker lassen und Herrn Köhler im Oktober, wenn die Abrechnung des ersten EBM 2000plus-Quartals vorliegt, zu einer Öffentlichen Diskussion in den Anatomiehörsaal nach Köln einladen. Vielleicht kommt er sogar und sagt nicht, wie am 18.5.1999 geschehen, wegen "dienstlicher Gründe" kurzfristig ab.


Schmitz u. Söhne mit neuem Prospekt!

Ein neuer ausführlicher Farbprospekt unseres Kooperationspartners Schmitz u. Söhne GmbH & Co. KG zeigt auf über 50 Seiten gynäkologische Untersuchungsstühle mit verschiedenen Arbeitsplatzbeispielen für die unterschiedlichen Anforderungen einer modernen Arztpraxis.

Die neue Gyn-Stuhl-Serie "medi-matic 115" ist ebenso dabei wie die Serie "arco". Beide Serien erhielten hochkarätige Designerpreise und sind erfolgreich am Markt eingeführt.

Der Prospekt kann direkt bei Schmitz u. Söhne angefordert werden:


Das 10-Euro-Sommerloch!

Lustig ist das Sommerloch manchmal schon. In diesem Sommer, gut ein Jahr nach der Einführung, ist die unselige 10-Euro-Kassengebühr dran. Landauf, landab fühlen sich Politiker, Kassenbürokraten und Medienvertreter dazu aufgerufen, Kluges über die Gebühr zu bilanzieren. Und niemals fehlt dabei - mit erhobenem Zeigefinger - der Hinweis, daß "Vorsorge"-Untersuchungen ja gebührenfrei seien - einschließlich der "Gespräche". Und die Ärzte, vornehmlich die Frauenärzte, die dennoch von den Patienten die Gebühr verlangten, wären quasi Gangstern gleichzustellen.

Das ist natürlich dummes Zeug, und dummes Zeug wird durch ständige Wiederholung bekanntlich nicht intelligenter. Jeder Kundige kennt als "Vorsorge"-Nummer z.B. die EBM-Gebühren-Nr. 01730 (GG-Nr. 21). Sie beschreibt die Krebsfrüherkennungsuntersuchung bei der Frau und verweist inhaltlich auf Abschnitt B. 1. der Krebsfrüherkennungs-Richtlinien. Und da steht klipp und klar nur etwas von "gezielter Anamnese". Die spätere Befundmitteilung ist ohnehin selbstverständlich. Neuerdings (seit dem 19.7.2005) wird in diesem Zusammenhang noch zusätzlich die "nachfolgende diesbezügliche Beratung" genannt - aber eben nur die "diesbezügliche", d.h. allein die zum Früherkennungsbefund gehörige Beratung.

Also, liebe daheimgebliebene Politiker, Kassenbürokraten und Medienvertreter: Ihr wißt das alles sehr wohl. Und Ihr wißt auch, daß die Antikonzeptionsberatung, die Beratung zum Klimakterium oder jede andere Beratung zum sprechenden Leistungsumfang der "Vorsorge"-Untersuchung eben nicht zählen, aber so gut wie immer von den Patientinnen verlangt werden. Und dennoch versucht Ihr aus populistischen Gründen den Bürgern ständig etwas anderes zu suggerieren. Obwohl die Verursacher und Unterstützer der unseligen 10-Euro-Kassengebühr Ihr seid, so soll der Schwarze Peter dafür aber bei den Ärzten bleiben. Diese Vorgehensweise ist in der deutschen Gesundheitslandschaft zwar nicht neu aber auch bei diesem Thema einmal mehr eine Unverschämtheit!


Kolposkopie-Fortbildung am 28.9.2005!

Bei der Früherkennung des Zervix-Karzinoms ist vieles im Umbruch - eine Ergänzung des Screenings durch den HPV-Test wird diskutiert; möglich ist sogar eine Umstellung allein auf diesen Test. Aber selbst ohne HPV-Test kann die Qualität des zytologischen Abstrichergebnisses noch verbessert werden, nämlich mittels der Kolposkopie. Eine hochwertige Kolposkopie liefert wichtige Zusatzinformationen, die für die Dignitätsbeurteilung eines Portiobefundes von großer Bedeutung sind.

Wir freuen uns daher sehr, in Zusammenarbeit mit der Firma Jenapharm und dem ausgewiesenen Experten und Mitveranstalter der Westdeutschen Kolposkopie-Tage, Herrn PD Dr. V. Küppers, Sie zu dieser Fortbildung einzuladen:

Kolposkopie am 28.9.2005


Also sprach Prof. Dr. J.-D. Hoppe ...

... zum Thema Bürokratie und Hierarchien:

"Der Witz ist: Diejenigen, die über das System schimpfen, tun das so lange, bis sie eine Leitungsposition erreicht haben. Und dann verhalten sie sich oft genauso wie ihre Vorgänger."

(Der Bundesärztekammerpräsident in einem Interview, Deutsches Ärzteblatt vom 8.8.2005)


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