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Dezember 2005

Mammographie-Screening: "So nicht!" | GynEBM, GynGOÄ und GynLIFE 2006 | Neue Mitglieder | Kooperation mit medmedias GmbH | Neue Dienstzeiten der Geschäftsstelle | Erpressung à la AOK Rheinland

Mammographie-Screening: "So nicht!"

Manchmal kommt es wirklich knüppeldick: Dramatische Vergütungsprobleme, eine überbordende Bürokratie, ein schwachsinniger EBM 2000plus, die äußerst fragwürdige Gesundheitskarte u.v.a.m. - Rahmenbedingungen, die ärztliches Handeln in der Kassenmedizin zunehmend unerträglich machen. Und jetzt steht uns auch noch zu allem Überfluß und mit viel Mediengetöse die Einführung des "Mammographie-Screenings" ins Haus.

Gehen wir zunächst einmal davon aus, daß das Mammographie-Screening von der Politik in erster Linie auf Wunsch der Gesetzlichen Krankenkassen beschlossen worden ist. Diese wollen nämlich die so genannten "grauen" (was auch immer das sein mag!) Mammographien reduzieren. Und die Politik - wohl wissend, daß in Deutschland zwar mehr Frauen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben als an allen Krebsarten zusammen - sprang freudig mit auf den Zug und war froh, ein in der Bevölkerung ebenso delikates wie populäres Thema für ihre "Wir-tun-was-Gutes"-Schau einspannen zu können - ein 450- bis 530-Millionen-Euro-Mißverständnis.

Denn in anderen Ländern, wo es das Mammographie-Screening bereits gibt, wird inzwischen längst wieder zurückgerudert. Denn dort hat man auch schon gemerkt, was hierzulande jeder Kundige weiß, daß nämlich durch das Mammographie-Screening bei 1.000 Frauen innerhalb von 10 Jahren nur ein einziger zusätzlicher Todesfall verhindert, und daß bei der Altersauswahl zwischen 50 und 69 Jahren nur etwa die Hälfte aller Brustkrebserkrankungen erfaßt wird. Dennoch verspricht das Deutsche Programm unverdrossen und wahrheitswidrig, daß mit dem Screening die Sterblichkeit an Brustkrebs "deutlich gesenkt" (Zitat) werde. Das ist Populismus pur.

Bei kritischer Betrachtung kommt hinzu, daß bei der Röntgenuntersuchung keinerlei Arztkontakt stattfindet, daß weder ein Tastuntersuchung durchgeführt wird noch eine Ultraschallkontrolle, und daß - absolut inakzeptabel! - der (die) behandelnde Frauenarzt(-ärztin) keinerlei Befundbericht von der Untersuchung erhält - letzteres in Zeiten, wo wir andererseits "dank" EBM 2000plus Tausende unsinniger Befunde herstellen und verschicken müssen.

Nein, so können wir Frauenärztinnen und Frauenärzte das Mammographie-Screening nicht mittragen, und außerdem wird so die geforderte Mindestteilnahmequote von 70% aller anspruchsberechtigten Frauen auch niemals erreicht werden!

GenoGyn Rheinland hat sich frühzeitig zu Wort gemeldet, um aus dem Schlechten das Beste zu machen: Bereits am 7.10.2003 hatte eine Vorstandsdelegation der GenoGyn Rheinland beim Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung auf die Schwachpunkte des Programms hingewiesen - aber außer vollmundiger Versprechungen geschah im weiteren Verlauf nichts.

Als Antwort auf den "Startschuß" zur Screening-Einführung in NRW hat GenoGyn Rheinland jetzt für die Patientinnen ein Informationsblatt entworfen, das die Frauen aus fachärztlicher Sicht kompetent und sachlich über die Fragen informiert, die im Zusammenhang mit dem Screening zu stellen sind. Dieses Blatt kann von dieser Website heruntergeladen und kopiert und gegebenenfalls auf die jeweiligen praxisspezifische Besonderheiten geändert werden.

Außerdem hat GenoGyn Rheinland eine Zusammenstellung "Mammographie-Screening aus Sicht des niedergelassenen Arztes" ausgearbeitet, die das entsprechende Hintergrundwissen noch einmal ausführlich darstellt.

Patienteninformation (PDF, 54 KB)
Information für Ärzte (PDF, 55 KB)


GynEBM, GynGOÄ und GynLIFE 2006!

Selbstverständlich bietet GenoGyn Rheinland auch zu Beginn des neuen Jahres 2006 für alle Neuniedergelassenen, Niederlassungswilligen und für die ärztlichen Praxisassistentinnen und -assistenten Einführungsseminare an.

Das Einführungsseminar GynEBM findet statt am Mittwoch, dem 25.1.2006, und das Einführungsseminar GynGOÄ am Mittwoch, dem 1.2.2006. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle der GenoGyn Rheinland (Frau Müller - Telefon: 0221 / 94 05 05 390) entgegen.

Die Termine für das überaus erfolgreiche, von GenoGyn und der Firma SCHERING entwickelte Selbstzahlerleistungsprogramm GynLIFE stehen noch nicht fest. Interessenten können sich aber schon jetzt für den Workshop 1 (Wunschleistungen), für den Workshop 2 (Wohlfühlorganisation) und für das Helferinnenseminar bei Frau Müller vormerken lassen.

GynEBM am 25.1.2006
GynGOÄ am 1.2.2006


Neue Mitglieder!

Als neue GenoGyn Rheinland-Mitglieder begrüßen wir:


Kooperation mit der medmedias GmbH!

GenoGyn Rheinland hat einen neuen Kooperationspartner: Das Unternehmen medmedias GmbH aus Burbach-Lützeln. Die medmedias GmbH mit ihrem Geschäftsführer Dr. med. Jörg Blettenberg sieht sich als Globalanbieter medizinischer Informationen auf dem Pharmamarkt. Sie betrachtet sich als Betreuer der Ärzteschaft, für die sie mit ihren Assoziationspartnern die Möglichkeit zur Erzielung wirtschaftlicher Vorteile durch die Erbringung innovativer Dienstleistungen schafft.

Besonders interessant für die GenoGyn-Mitglieder dürften dabei die Regressanalyse, die Regreßschutzversicherung, der Verordnungsdatenverkauf und die Durchführung von LTWW-Studien sein. Einzelheiten und der besondere "Kick" eines jeden Angebotes werden zu einem späteren Zeitpunkt erläutert.

Ergänzt wird das Leistungsspektrum der medmedias GmbH durch ein Tochterunternehmen in Form einer im europäischen Ausland ansässigen Versandapotheke. Auch dazu später mehr. Jedenfalls hofft der Vorstand der GenoGyn Rheinland auf eine gute Zusammenarbeit und erwartet für die Mitglieder eine Menge zusätzlicher attraktiver Angebote.

medmedias GmbH


Neue Dienstzeiten der Geschäftsstelle!

Die Dienstzeiten der Geschäftsstelle der GenoGyn Rheinland sind geändert worden:

Mo + Di + Do = von 8.00 bis 17.30 Uhr
Mi + Fr = von 8.00 bis 14.30 Uhr

Das sind ab sofort die Zeiten, zu denen Frau Müller gerne zur Verfügung steht. Sie berät, beantwortet Fragen, gibt Auskunft, bearbeitet Anträge u.v.a.m.

Telefonnummer der Geschäftsstelle: 0221 / 94 05 05 390


Erpressung à la AOK Rheinland!

Frau B. aus K. hat Brustkrebs. Schlimme Diagnose - schlimme Behandlung - schlimme Folgen. Frau B. ist fast ohnmächtig vor Angst. Von der Klinik erhält sie zuerst eine neoadjuvante Chemotherapie - es fallen ihr die Haare aus. Frau B. geht zu ihrer AOK-Geschäftsstelle und bittet um die Kostenübernahme für eine Perücke.

Sinngemäße Antwort von dort:

"Ihnen steht nur eine Kunsthaarperücke zu. Wenn Sie sich aber in das DMP Mammakarzinom einschreiben, dann bezahlen wir Ihnen eine Echthaarperücke."

Frau B. aus K. hat sich eingeschrieben.

PS: Die AOK erhält aus dem RSA statt 2.575 jetzt 6.104 Euro.


Denken Sie immer daran:

GenoGyn Rheinland blickt in die Zukunft und ist die
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