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März 2006

Gesundheitssystem in Deutschland am Abgrund | Protest-Aktionen werden ausgeweitet | Neuer "Best Friend" | Internationale Hilfe | Veranstaltung am 29.3. zum Harnblasenkarzinom | Handy-Klau

Gesundheitssystem in Deutschland am Abgrund!

Die Lage ist dramatischer, als man als Arzt und Bürger es je zu träumen gewagt hätte. Auf einer Veranstaltung der GenoGyn Rheinland am 7.2.2006 in Köln konnte der international bekannte und in Fachkreisen renommierte Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen überzeugend darlegen, daß aufgrund der demographischen Entwicklung die Beitragszahlungen der GKV-Versicherten selbst bei Leistungsreduktionen und weiteren Sparmaßnahmen nicht stabil bleiben können. Das Gesundheitssystem werde, sofern kein radikaler Kurswechsel vorgenommen wird, in wenigen Jahren schlichtweg unfinanzierbar.

Raffelhüschen empfielt deshalb die Abkopplung der bisherigen Finanzierung durch die in Arbeit stehenden Bevölkerung und hält nicht nur die Einführung einer Kopfpauschale sondern weitere Steuerungsmechanismen für notwendig. Neben einem substantiellen Selbstbehalt fordert er die Einführung einer praktikablen Kostenerstattung mit allen ihren Vorteilen für die Patienten, für die Krankenkassen und für die Ärzte. Zudem führe die Kostenerstattung zu einem nachhaltigen Bürokratieabbau.


Protest-Aktionen werden ausgeweitet!

Zur Durchsetzung ihrer Forderungen haben alle maßgeblichen ärztlichen Verbände und Berufsverbände beschlossen, die Protest-Aktionen in Deutschland fortzusetzen und sogar auszuweiten:

Mittwochs: Protesttag in den Praxen!

24. März 2006: "2. Nationaler Protesttag" in Berlin!

Die Freie Ärzteschaft e.V. ruft die Ärzte, die Psychotherapeuten, die Mitarbeiter und die Patienten zum "2. Nationalen Protesttag" am 24.3.2006 nach Berlin. Sie alle werden gemeinsam gegen Staatsmedizin und Rationierung demonstrieren. Sonderzüge und Hunderte von Reisebussen werden nach Berlin fahren und der Politik unmißverständlich klar machen, daß sie die Probleme nicht aussitzen kann.

Um 12 Uhr beginnt der Protestzug durch die Innenstadt. Von 13.30 Uhr bis 15 Uhr wird eine große Abschlußkundgebung stattfinden. Dort wird ein gemeinsamer Forderungskatalog an Vertreter der Politik übergeben.

Die Großdemonstration in Berlin markiert den Auftakt zur Nationalen Protestwoche vom 27. bis 31. März 2006, in der bundesweit die Praxen geschlossen bleiben sollen. Der Vorstand der GenoGyn Rheinland unterstützt die Veranstaltung und ruft alle ihre Mitglieder zur Teilnahme auf. Weitere Informationen: www.freie-aerzteschaft.de

27.-31. März 2006: Nationale Protestwoche!

Deutschlands Ärzte schreiben nach Berlin!

Deutschlands Patienten schreiben nach Berlin!

Alle Vordrucke und Dateien können von der Website "GenoGyn aktuell - Januar 2006" heruntergeladen und dann fotokopiert werden.


Neuer "Best Friend"!

GenoGyn Rheinland ist ein verläßlicher Partner für Unternehmen, die mit ihrem Beitrag direkt die Arbeit der GenoGyn-Organisation und indirekt die der Frauenärztinnen und Frauenärzte an der Basis unterstützen.

Wir freuen uns darüber, daß nach Jenapharm, Grünenthal, Organon, Opfermann und Pierre Fabre jetzt auch Dr. Kade dazugekommen ist.

"Best Friend" Dr. Kade


Internationale Hilfe!

Geld ist ja genug da - also kann man sich Hilfe auch aus fernen Landen holen. Erst recht dann, wenn es sich um ausgewiesene Experten des Deutschen Gesundheitssystems handelt. Deshalb sollte man jetzt auch nicht auf jeden Euro oder Cent gucken - bei solch' wichtigen Sachen kann das Motto nur heißen: "Klotzen statt Kotzen!".

Der Erweiterte Bewertungsausschuß hat in seiner 4. Sitzung zu den vorbereitenden Maßnahmen zur Einführung von morbiditätsorientierten Regelleistungsvolumen folgerichtig beschlossen, daß der Zuschlag für Los A - Einsatz des Klassifikationsverfahrens, um den erwarteten Leistungsbedarf je Versicherten in der deutschen vertragsärztlichen Versorgung darzustellen - auf das Angebot der Firma DxCG, Boston - Massachusetts - USA, erteilt wird.

Hey Yankee, arbeitete nicht mal ganz in Eurer Nähe der Propeller-Charly (amerik. für Karl mit der Fliege)? Man kennt sich ja vielleicht noch - klar, und dann hilft man sich natürlich.


Veranstaltung am 29.3. zum Harnblasenkarzinom!

Ca. 7.000 Frauen erkranken pro Jahr in Deutschland an einem Harnblasenkarzinom - diese Zahl liegt etwa in derselben Größenordnung wie die Inzidenz des Zervixkarzinoms! Die Früherkennung des Harnblasenkarzinoms kann durch neue Testverfahren deutlich verbessert werden. Frauenärzt/inn/en kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu, da sie für Frauen die ersten Ansprechpartner im Rahmen der Prävention sind. Diese Verfahren sind nicht nur medizinisch, sondern auch wirtschaftlich interessant.

Zudem gibt es neue Testverfahren zur Früherkennung von Knochenmetastasen. Wir freuen uns daher sehr, in Zusammenarbeit mit der Firma Matritech zu dieser Fortbildung einladen zu können:

Harnblasenkarzinom am 29.3.


Handy-Klau!

Man muß sich eigentlich mal fragen, warum die Handy-Hersteller und Händler das geheim halten? Wenn die folgende Maßnahme an möglichst viele Leute weitergegeben wird, dann würden Handy-Diebstähle gewiß drastisch zurückgehen.

Es ist eine Art von "Revanche", wenn einem das Handy geklaut wird. Jedes Handy hat eine eigene, einmalige Seriennummer. Diese kann mit folgender Tastenkombination aufgerufen werden:

*#06#

Daraufhin wird die Seriennummer des Handys angezeigt. Diese Nummer notieren und aufbewahren. Wenn das Handy gestohlen worden ist, dann meldet man die Seriennummer dem Telefonhändler oder Hersteller. Dieser kann das Handy blockieren, auch wenn der Dieb eine neue SIM-Karte eingesetzt hat. Man bekommt zwar sein Handy dann nicht zurück, aber man hat wenigstens die Genugtung, daß der Dieb mit dem Handy nichts mehr anfangen kann ...

Wenn alle Handy-Besitzer diese Vorkehrung treffen würden, würde es sich bald nicht mehr lohnen, ein Handy zu klauen!


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