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Mai 2006

19. Mai 2006: "3. Nationaler Protesttag" in Berlin, Köln und Stuttgart | Hormonale Zytodiagnostik | Auf in die Vereinigten Arabischen Emirate | AOK mischt mit Depo-Clinovir® Ärzte auf | Hebammen-Tip von ELTERN

19. Mai 2006: "3. Nationaler Protesttag" in Berlin, Köln und Stuttgart!

Unter dem Motto "Unser Druck läßt nicht nach - wir kämpfen weiter!" werden sich am 19. Mai 2006 in Berlin erneut einige Zehntausend Ärzte versammeln. Um 12 Uhr beginnt der Protestzug vom Invalidenpark aus über die Friedrichstraße zum Gendarmenmarkt. Dort wollen wir gemeinsam ein unübersehbares Zeichen setzen:

Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Gesundheitsreform noch vor der Sommerpause verabschieden. Es ist die Zeit der Entscheidung. Sie wird nicht ohne die Ärzte fallen!

Wer es eben einrichten kann, sollte wieder oder erstmals nach Berlin kommen. Das Wir-Gefühl in einer solch' großen Demonstration ist unbeschreiblich. Das muß man erlebt haben!

Für diejenigen Kollegen, die nicht nach Berlin kommen können, sollen am Dritten Nationalen Protesttag auch zwei dezentrale Großdemonstrationen in Köln und in Stuttgart stattfinden. An den dezentralen Orten wird es einfacher sein, auch Patienten einzubinden. Den meisten Patienten ist die Reise nach Berlin zu weit. Entsprechend liegt der Schwerpunkt der dezentralen Demos in Köln und Stuttgart in der Einbindung unserer Patienten.

Wie alle ärztlichen Verbände ruft auch der Vorstand der GenoGyn Rheinland alle Kolleginnen und Kollegen sowie deren Arzthelferinnen und Patientinnen und Patienten auf:

Kommen Sie am 19. Mai nach Berlin - zumindest aber nach Köln!

Weitere Infos zur Zentraldemo in Berlin:

19.5.2005 in Berlin

Weitere Infos zur dezentralen Demo in Köln:

19.5.2005 in Köln


Hormonale Zytodiagnostik!

Leider war es schon immer etwas schwierig, zur Erbringung der Leistung nach EBM-Nr. 19331 (GG-Nr. 111) oder nach GOÄ-Nr. 4850 (Hormonale Funktionszytologie) die dafür notwendige RAKOFF Farblösung zu erhalten. Das ist seit dem 1. Mai anders. Seitdem kann man die Lösung auf einfache Weise auch von der Firma Merck beziehen, über den Vertriebspartner VWR International GmbH, als Tropfflasche à 15ml (Art.-Nr. 102295).

Telefon: 0180 / 570 20 00 - E-Mail: mediab@de.vwr.com


Auf in die Vereinigten Arabischen Emirate!

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wachsen immer weiter und gedeihen prächtig. Neben Abu Dhabi ist Dubai das wichtigste Emirat. Entgegen der weitläufigen Meinung macht die Ölindustrie dort nur noch einen kleinen Teil (ca. 10-15%) des Bruttoinlandsproduktes aus. Der Tourismus nimmt dafür eine fast ebenbürtige Stellung ein. Desweiteren ist Dubai eines der wichtigsten Handels- und Dienstleistungszentren der Region. Zur Zeit leben in Dubai ca. 1,3 Mio. Menschen (bei 250.000 locals). Vor diesem Hintergrund ist offensichtlich, daß eine medizinische Versorgung der ständig steigenden Bevölkerung mit eigenen Kräften nicht möglich ist.

Dies bietet besonders deutschen Fachärzten, die auf der arabischen Halbinsel traditionell hoch angesehen sind, eine große Möglichkeit, als Ausgleich zu den ständig sinkenden Honorareinnahmen in Deutschland, in diesem florierenden Wirtschaftsraum eine zusätzliche ärztliche Einnahmequelle zu erschließen oder sogar eine völlig neue Existenz aufzubauen.

Über Möglichkeiten, Chancen und Risiken einer ärztlichen Tätigkeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten, besonders für operativ tätige Gynäkologen, informiert als "Spezialist" gerne die Leverkusener Steuerberatersozietät Jahnel, Wirtz, Krämer, Klee, von der Ohe:

Telefon: 02171 / 340 60 - E-Mail: f.reckmann@jwkko.de


AOK mischt mit Depo-Clinovir® Frauenärzte auf!

Plötzlich und unerwartet hagelt es neuerdings Regress-Anträge der AOK Rheinland: Gegenstand der Anträge ist der Off-labe Use des Gestagen-Präparates Depo-Clinovir®. Im Rahmen ihrer Therapiefreiheit haben manche Kolleginnen und Kollegen, die um die positive Wirkung dieses Präparates auch außerhalb der Zulassung als Antikonzeptionsmittel wußten, in Ausnahmefällen das Gestagen-Depot therapeutisch zu Lasten der Krankenkasse verordnet. Das kannten alle Krankenkassen, und alle Krankenkassen haben es jahrelang, nein: jahrzehntelang!, toleriert - bis eben jetzt.

Aber anstatt die betreffenden Kolleginnen und Kollegen einfach anzuschreiben (1 Seite Briefpapier, 1 Briefumschlag und 55 Cent Porto) um mitzuteilen, daß ab sofort genau das nicht mehr geht, wird nunmehr nicht nur ein höchstbürokratischer "Prüfungsvorgang" in Gang gesetzt, sondern man greift zudem völlig willkürlich irgendein Quartal aus der Vergangenheit heraus, in diesem Falle das Quartal 1/2005, und sagt "Bitteschön: Regress!".

Diese Vorgehensweise ist schlichtweg unanständig und verstößt nach Ansicht nicht weniger Rechtsexperten gleich gegen mehrere Rechtsgrundsätze, die da sind: Bestandsschutz, Vertrauensschutz, Rechtssicherheit und Fürsorgepflicht.

Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen sollten aus genannten Gründen gegen den Regress-Antrag der AOK Rheinland Widerspruch einlegen. Mitglieder der GenoGyn Rheinland können zu diesem Zweck bei der Geschäftsstelle eine Vorlage anfordern, die dann nur noch auf die persönlichen Verhältnisse modifiziert werden muß:

Telefon: 0221 / 94 05 05 390 - E-Mail: geschaeftsstelle@genogyn-rheinland.de


Hebammen-Tip von ELTERN!

Kaum zu glauben - aber wahr: In der neuen NRW-Ausgabe (4/2006) des ELTERN-Ratgebers "Arzt und Schwangerschaft", der kostenlos den Frauenarztpraxen mit der Bitte um Weitergabe an die Schwangeren zur Verfügung gestellt wird, ist auf Seite 12 folgender Hinweis zu lesen:

EINE EIGENE HEBAMME FÜR JEDE SCHWANGERE

Bei diesen Verbänden erfahren Sie die Adressen von freien Hebammen, die Sie von der Schwangerschaft bis zum Wochenbett betreuen ...


Weiß die Zeitschrift ELTERN nicht, daß genau das die genuine Aufgabe der niedergelassenen Frauenärztinnen und Frauenärzte ist? Hebammen (althochdeutsch Hev(i)anna: "Großmutter, die das Neugeborene vom Boden aufhebt") sind bekanntlich Geburtshelferinnen und keine Schwangerschaftshelferinnen.

Also: Nichts wie weg mit diesen Heften aus unseren Praxen! Und am besten alle folgenden Hefte auch.


Denken Sie immer daran:

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