"Brustkrebs-Business" oder "Wie Brustkrebs-Patientinnen bestraft werden"! | Neuer Container nach Afrika startklar! | Geschäftsstelle vorerst nur auf Sparflamme! | So schreiben "Seniorpartner"! | Übrigens ...
Es hat lange gedauert, aber irgendwann mußten schließlich auch die Laienmedien das inzwischen eingeführte Mammographie-Screening-Programm als Thema entdecken. Erst einmal inhaltlich damit beschäftigt konnten sowohl das Printmagazin FOCUS wie auch das Fernsehmagazin Frontal jedoch gut wie kein gutes Haar daran lassen. Besonders wurde von beiden Magazinen bemängelt, daß bei der anonymen Reihenuntersuchung keinerlei Arztkontakt stattfindet, keine Tastuntersuchung und keine Sonographie, und daß das Screening den Frauen praktisch so gut wie keine Lebensverlängerung bringt.
Für GenoGyn Rheinland kommt diese Kritik keineswegs überraschend, hat sie doch schon seit Oktober 2003 immer und immer wieder auf diese und andere Schwachstellen des Programms hingewiesen und strukturelle Verbesserungen angemahnt - vergebens. Selbst der Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. J.-D. Hoppe konstatierte bereits im Juni 2005 bei seiner zunächst allgemeinen Kritik an den Disease-Management-Programmen (DMP) dann doch sehr konkret: Mit dem DMP Mammakarzinom, so Hoppe, habe sich die Versorgung sogar eindeutig verschlechtert!
Gut, jetzt wissen's dank der Medien endlich auch die Menschen - nicht nur die Frauen, die das Screening bereits am eigenen Oberleib erfahren durften. Wären nicht die von der GenoGyn Rheinland initiierten für den KVNo-Bereich geltenden Kompromisse, so wie sie kürzlich auch in Rheinland-Pfalz in ähnlicher Form beschlossen wurden, man könnte angesichts dieses 450- bis 530-Millionen-Euro-Flops sich nur die Haare raufen. Einzig die mit dem Screening betrauten Institutionen jubeln sich gegenseitig fröhlich mit "Erfolgsmeldungen" hoch - verständlich. Geld macht ja nicht traurig.
Die africa action / Deutschland war wieder einmal fleißig und konnte erneut einen Container mit Hilfsgütern für die gynäkolog.-geburtshilfliche Abteilung des St. Anthony's Hospital in Dzodze (Volta-Region in Ghana) beladen. Das St. Anthony's Hospital ist unter dem Titel "Weiter Sehen - Das Hilfsprojekt in Afrika" Partner der GenoGyn Rheinland.
Dank der Vermittlung unseres GenoGyn-Mitglieds Frau Dr. C. Rind-Hamala (Bergisch Gladbach) spendete das Vinzenz Pallotti Hospital in Bensberg 8 komplette und sehr gut erhaltene Krankenhausbetten einschließlich Zubehör. Von ihr selbst und von unseren Mitgliedern Frau Dr. A. Böning (Köln), Herrn Dr. K. Zimmermann (Porz) und Frau Dr. S. Picht (Jülich) kamen u.a. noch 4 Untersuchungsliegen, ein Ultraschallgerät, ein Sterilisator und sogar eine vollständige Sprechzimmereinheit dazu. Letztere bezahlte aus eigener Tasche sogar den Möbeltransport von Jülich zum Beladeplatz des Containers.
Noch nicht gedeckt ist leider ein Teil der Containertransportkosten in Höhe von 1.800 EUR. Hierfür sind (natürlich steuerlich abzugsfähige) Spenden willkommen: aa/D e.V., Postbank Köln (BLZ 370 100 50), Nr. 2 040 504, Kennwort: GenoGyn. Eine Spendenüberweisung ist auch online möglich.
Da Frau Hedi Müller seit Wochen erkrankt ist und die Behandlung sich auch noch für eine längere Zeit hinziehen wird, ist die Geschäftsstelle der GenoGyn Rheinland vorerst nur stundenweise und nur aushilfsweise besetzt.
In der Zeit von 9 bis 12 Uhr steht freundlicherweise Frau Nora Schmitz den GenoGyn-Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite - so gut es geht.
Sehr geehrter Vorstand der GenoGyn,
vor 10 Jahren war ich einer der Ersten, die der GenoGyn Rheinland beitraten und habe damals als Moderator der oberbergischen Gynäkologen intensiv für die GenoGyn geworben. Aus Altersgründen habe ich 2003 meine Praxis verkaufen müssen und meinem Nachfolger empfohlen auch beizutreten, was er dann auch tat. Ich selber blieb in der GenoGyn, um zur Stärkung derselben beizutragen.
Aus dem Urlaub zurück las ich jetzt von der "neuen" GenoGyn Rheinland, von dem "Fit for Future"-Konzept und von der "Seniorpartnerschaft". Und genau das möchte ich jetzt werden und zahle dafür auch gerne meinen (bescheidenen) Obulus. "Fit for Future" müssen alle Frauenärzte werden und sein. Selbsthilfe ist eine Chance für unsere Zukunft, da sonst kaum jemand an ihr Interesse hat. Und seien wir kritisch: DIe Zukunft hat längst begonnen mit dem Ausverkauf unseres Faches, sowohl ambulant als auch in der Klinik.
Eine starke GenoGyn kann sicher die Interessen unseres Faches vertreten und durchsetzen. Aber dazu bedarf es aller Gynäkologen, ob aktiv oder passiv, und die Senioren sollten mit in die Pflicht genommen werden.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. med. Dieter Schwarzmann, Gummersbach
Am 9.5.2007 hat Dr. Schwarzmann die JA-Erklärung unterzeichnet und ist seitdem "Seniorpartner" der GenoGyn Rheinland. Großartig!
... The fox may loose his hair, but he will never loose his mind!
Wer ist "The fox"? Jakobs, Köhler, Schmidt? Oder andere? Wer kennt noch weitere "Foxe"?
Übrigens: Man muß vor ihnen stets auf der Hut sein.
Denken Sie immer daran:
GenoGyn Rheinland blickt in die Zukunft und ist die
Partnerschaft der Erfolgreichen!