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November 2008

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! | Öffentliches Patientenseminar am 4. Dezember! | Plausi-Gespräch mit der KVNo! | Neu: Impfstoffe von der BergApotheke! | Glückwunsch an Monika Hauser! | Einführung in GynGOÄ und GynEBM! | Für's DMP nur noch schlappe 180 Euro! | Letzte Meldung: BVF plant Sensationelles!

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!

Wie wir inzwischen alle wissen, haben aus der KBV und den KVen 40 Vorstandsmitglieder mit je 50.000 Euro eine KBV-unabhängige, private Aeskulap-Stiftung gegründet. Was sich so anhört wie etwa AIDS-Waisen-Hilfe, ist in Wahrheit ein Unternehmen, das über eine Dienstleistungs-GmbH (Schachtel, Schachtel - Schleier, Schleier) an einer Aktiengesellschaft ("New Company") beteiligt ist. Diese will in Zukunft das "MVZ-Geschäft betreiben".

Richtig ist zwar, wenn KBV-Chef Köhler grundsätzlich bemerkt: "Wir können nicht die Augen davor verschließen, daß mit den MVZ neue Strukturen im Gesundheitswesen entstehen." Und auch: "Es gilt, die neuen Strukturen mitzugestalten."

Andererseits drängt sich die Frage auf: Warum war bei der Stiftungsgründung eigentlich keiner der Niedergelassenen dabei? Nur diese sind doch die wirklichen "Aeskulap-Jünger" und würden die sie selbst betreffenden neuen Strukturen gerne auch mitgestalten. Warum also nur ein exklusiver Club aus 40 Spitzenfunktionären? Ist in Wahrheit die Stiftung etwa nur deren ganz persönliche Absetzbewegung, deren Privatvorsorge für die Post-KBV-Zeit oder deren individuelles Titanic-Syndrom? - Antwort: natürlich nicht! Die Erklärung lautet lau laut KB-Vau (bitte erst später schmunzeln!): "Um den Einfluß der Ärzte auf die ambulante Versorgung zu sichern!" Und weiter: "Ziel ist es, eine eigene MVZ-Kette zu etablieren, die der ärztlichen Freiberuflichkeit verpflichtet ist!"

50.000 private Euro! Von jedem einzelnen dieser Herrschaften "gestiftet" - und das nur, um den Basisbimbos deren Freiberuflichkeit zu sichern? Man kann ja gar nicht soviel Luft holen, wie man da lachen möchte.

Volksverdummung ist und bleibt Volksverdummung - auch wenn sie clever gemacht ist. Und darin waren die KBV-Funktionäre schon immer Meister. Schließlich steht ihnen eine ganze Corona hervorragender Werbeprofis zur Seite, die allerdings vom Fußvolk der Niedergelassenen bezahlt wird, aber zu Diensten offenbar ab und an auch privater Funktionärsinteressen steht.

Vermutlich werden wohl nicht wenige Leute - wie so oft - den KVB-Sprüchen Glauben schenken. So, als wäre Goethes Postulat "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!" ausgerechnet von den KBV-Leuten adaptiert worden. Ausgerechnet von denen!

P.s.: Ärzte haben es übrigens selbst in der Hand, auf den MVZ-Trend zu reagieren und am Markt tätig zu werden. Beispiele wie das Medicum in Hamburg zeigen, daß niedergelassene Ärzte dazu durchaus in der Lage sind. Gruppierungen wie die GenoGyn Rheinland werden zusätzlich und in naher Zukunft mittels "Blaupausen" wertvolle Unterstützung leisten. Abgehalfterte KBV-50.000-Euro-Funktionäre sind dabei überflüssig.


Öffentliches Patientenseminar am 4. Dezember!

Unter dem Titel "FRAUEN UND GESUNDHEIT - Die besten Wege zu mehr Gesundheit, Fitness und Lebensqualität" veranstalten GenoGyn Rheinland und die Akademie für Gesundheitsförderung und Prävention e.V. AGeP in Köln ein Öffentliches Patientenseminar.

Den Teilnehmerinnen werden nicht nur die von GenoGyn und AGeP zertifizierten "Präventionsmediziner", sondern auch das komplette Vorsorgespektrum für die Frau in jeder Lebensphase vorgestellt. Zudem erhalten sie kompetente Gesundheitskonzepte.

Der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma wird die Veranstaltung eröffnen und ein Grußwort sprechen.

Referenten:
Prof. Dr. A. Heufelder - Internist und Stoffwechsel-Spezialist aus München (AGeP), und Dr. J. Klinghammer - Gynäkologe aus Köln (GenoGyn Rheinland)

Termin:
4. Dezember 2008, 18.00 - 20.00 Uhr

Veranstaltungsort:
Pullman Cologne Hotel, Helenenstr. 14, 50667 Köln


Plausi-Gespräch mit der KVNo!

Nach einigen zum Teil sehr heftigen Klagen über die gängige Durchführungspraxis bei Plausibilitätsprüfungen hat der Vorstand der GenoGyn Rheinland beim Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein um ein Gespräch gebeten.

Dieses Gespräch fand am 14.10.2008 in den Räumen der KVNo in Düsseldorf statt. Auf Seiten der GenoGyn Rheinland nahmen das Vorstandsmitglied Dr. J. Klinghammer und Rechtsanwalt S. Rothfuß aus der Anwaltskanzlei Dr. Halbe - Rechtsanwälte teil; die KVNo war vertreten durch den Stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Dr. K. Enderer und durch Rechtsanwalt Dr. H. Bartels.

In dem Gespräch, das konstruktiv und in aller Offenheit geführt wurde, konnten wichtige Formalien geklärt werden, so daß mit Zuversicht eine positive Entwicklung bei den Plausibilitätsprüfungen erwartet werden kann.


Neu: Impfstoffe von der BergApotheke!

Die in Tecklenburg ansässige BergApotheke ist ab dem 1.11.2008 neuer Kooperationspartner der GenoGyn Rheinland. Die BergApotheke ist Spezialist für den Impfstoffversand und bietet eine Reihe optimaler Service-Leistungen:

Unter anderem wird mittels eines Kontroll- und Überwachungssystems der Kühlkette durch eine CoolCard, einer lückenlosen Chargendokumentation und mittels spezieller Mehrwegtransportboxen das komplette orginale Impfstoffsortiment - nach einer Bestellung bis 14 Uhr - bereits am nächsten Werktag in die Praxis geliefert. Der Telefon- und Fax-Service und der Rezeptversand ist dabei kostenfrei.

Ein Blick in das Angebot ist unbedingt lohnenswert.


Glückwunsch an Monika Hauser!

Die Kölner Ärztin Monika Hauser erhält einen der vier Alternativen Nobelpreise 2008. Die Gynäkologin und Gründerin der Frauenrechtsorganisation "medica mondiale" wird wegen ihres Einsatzes für vergewaltigte Frauen in Krisen- und Kriegsgebieten ausgezeichnet.

Im Namen aller Mitglieder hat der Vorstand der GenoGyn Rheinland der Kollegin zu dieser Auszeichnung sehr herzlich gratuliert.


Einführung in GynGOÄ und GynEBM!

Wie in allen 11 Jahren zuvor, wird GenoGyn Rheinland selbstverständlich auch zum kommenden Jahreswechsel für alle Neuniedergelassenen und Niederlassungswilligen die beiden Einführungsseminare GynGOÄ und GynEBM anbieten.

Das Einführungsseminar GynGOÄ findet statt am Mittwoch, dem 10.12.2008, und das Einführungsseminar GynEBM am Mittwoch, dem 14.1.2009. Anmeldungen sind ab sofort mittels Anmeldeformular über diese Website möglich:

GynGOÄ - GynEBM.


Für's DMP nur noch schlappe 180 Euro!

Statt wie bisher 6.652 Euro erhalten die Krankenkassen - für den "besonderen Organisationsaufwand" der Disease-Management-Programme - ab dem kommenden Jahr im Rahmen des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs für jede Mammakarzinom-DMP-Patientin eine Pauschale von nur noch 180 Euro pro Jahr. Damit dürfte die zum Teil sehr aggressive Werbung der Krankenkassen für das DMP wohl der Vergangenheit angehören. Vermutlich wird sogar überhaupt nicht mehr dafür geworben.

Ceterum censeo:

Der Vorstand der GenoGyn Rheinland hatte und hat absolut nichts gegen eine Verbesserung der medizinischen Qualität bei der Versorgung der Brustkrebspatientinnen - im Gegenteil! Aber dann sollte es eine Verbesserung sein, die den Namen auch verdient. Bereits vor der Einführung des DMP Mammakarzinom hat GenoGyn Rheinland diverse Webfehler und Versäumnisse, die besonders für die Frauenärztinnen und Frauenärzte wichtig sind, definiert und mehrfach um eine Korrektur gebeten. Wenn es den Krankenkassen nicht um's Geld, sondern um eine wirkliche Qualitätsverbesserung gegangen wäre, dann hätte man die Verbesserungsvorschläge der GenoGyn zumindest zum Teil aufgegriffen. Jetzt bleibt's weiter beim alten - das allerdings nur noch für 180 Euro.


Letzte Meldung: BVF plant Sensationelles!

Die Einladung zum 29. Saarländischen Gynäkologentag am 29. November 2008 birgt wahrlich eine Sensation: Im Vorwort versprechen die BVF-Vorsitzenden Dr. Malter und Dr. Brandner den Teilnehmern:

"Nun spielt die Berufspolitik auch auf unserem Gynäkologentag eine Rolle, wenn auch nur eine Nachgeordnete."

Wuff. Aber immerhin.


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