Horst, nein, Andreas ist ein Held! | GynFORUM "Wirtschaft und Recht" | Demonstration am 19.9.2008 in Berlin! | Mammographie-Screening Case Report! | Tierärzte haben's gut! | Vor Gericht in Kölle!
Tolle Worte: KBV-Vorsitzender Dr. Andreas Köhler "... schließt nicht aus, daß es bei einem Scheitern der Verhandlungen zu ausgedehnten Streikaktionen der niedergelassenen Ärzte kommt." - WOW, das saß! Mit den Verhandlungen sind die 2,5 Milliarden Euro Honorarzuwachs gemeint, die den Niedergelassenen von der Politik zwar zugesagt wurden, die herauszurücken die Krankenkassen aber nicht bereit waren. Und Köhler verkündete auch gleich, warum er den großen Zampano meinte spielen zu müssen: Die Akzeptanz der kassenärztlichen Selbstverwaltung stehe, so Köhler, bei ihren Mitgliedern auf dem Spiel.
Es ist wirklich nicht zu fassen! In welchem Wolkenkuckucksheim eigentlich schlummerte Köhler in den letzten Jahren? Hat er nicht mitgekriegt, daß die Basis schon seit Jahren immer wieder protestiert, demonstriert und streikt? Doch das alles juckte ihn offenbar nur wenig - im Gegenteil: Anstatt sich an die Spitze der Protestierer, Demonstranten und Streiker zu stellen - wo er "von Amts wegen" eigentlich hingehörte -, blieb er stets vornehm im Hintergrund, beschwichtigte und wiegelte ab. Und jetzt? Warum ausgerechnet jetzt dieser Sinneswandel?
Die Antwort darauf ist einfach und findet sich in einer Beilage des Deutschen Ärzteblattes: Unter der Überschrift "Die Kehrseite des Bierdeckels" wird dort der Hausarztvertrag in Baden-Württemberg nämlich in brutalstmöglicher Weise niedergemacht. Denn dieser Vertrag, das weiß inzwischen auch Köhler sehr genau, ist nur der Anfang. Mit ihm beginnt nämlich der erste ernstzunehmende Abbau der KBV-Allmacht. Und mit ihm wird eines schönen Tages auch die KBV-Bürokrateska überflüssig werden. Sie, die jahrelang und in zunehmendem Maße die Niedergelassenen zum Beispiel mit aberwitzigen EBM-Auswüchsen kujonierte, anstatt zum Beispiel mit einfachen Pauschalen das Leben der Ärzte zu erleichtern, damit diese sich wieder mehr ihren Patienten widmen können - nein: Die KBV-Bürokrateska half nicht, sondern stiftete nur Verwirrung, Verärgerung und Mehrarbeit - und führte selbst dabei ein beschauliches, komfortables und leider auch höchst kostspieliges Eigenleben.
Ne, ne, Andreas: Das alles kam jetzt ein bißchen zu spät! Auch eine von Dir schon ins Auge gefaßte Verfassungsbeschwerde wird nichts mehr daran ändern, daß es der KBV-Bürokratie jetzt konkret an den Kragen geht. Zu Recht. Und daß die 2,5 Milliarden Euro Honorarzuwachs inzwischen zugesagt worden sind, verdanken wir wohl weniger Deiner Streikdrohung sondern eher der im nächsten Jahr stattfindenden Bundestagswahl.
Auf dem 2. GynFORUM "Wirtschaft und Recht" werden die im Medizinrecht mit als führend geltende Kölner Anwaltskanzlei Dr. Halbe - Rechtsanwälte und die renommierte Düsseldorfer Steuerberatungskanzlei Wilms und Partner Steuerberater - beide Kooperationspartner der GenoGyn Rheinland - am 10. September 2008 in Köln zwei brisante Themen besprechen: "Die Verfahren zur Plausibilitätsprüfung und zum Arzneimittelregreß" und die "Abgeltungssteuer 2009".
Gerade in letzter Zeit nehmen in der gynäkologischen Fachgruppe die Plausibilitätsprüfungen und Arzneimittelregresse - aus welchen Gründen auch immer - in rasanter Weise zu. Und wer glaubt, es werde nur die anderen treffen, der könnte sich gewaltig irren: Jeder scheint offenbar irgendwann dran zu sein. Und dann geht es sehr schnell ums Eingemachte! Insoweit scheint es dringend geboten, sich mit dem dann notwendigen Krisenmanagement vertraut zu machen.
GynFORUM "Wirtschaft und Recht" am 10.9.2008
Unter dem Motto "Diese Politik macht krank" werden am 19. September 2008 Ärzte, Patienten und Versicherte in Berlin demonstrieren. Auch der Vorstand der GenoGyn Rheinland ruft die Mitglieder zur Teilnahme auf.
Die Demonstration richtet sich gegen die unerträgliche Willkür-Politik, die auf eine Zerstörung des freien Arztberufes ausgerichtet ist und die das vertrauensvolle Arzt-Patienten-Verhältnis durch eine Massenabfertigung in Polikliniken in der Trägerschaft profitorientierter Kapitalgesellschaften ersetzen will.
Die Demonstration beginnt um 12.00 Uhr vor dem Roten Rathaus. Von dort zieht der Protestzug zum Brandenburger Tor.
Frau Yvonne A. (Name geändert, d. Red.) ist MTA für Radiologie mit der Zusatzqualifikation "Fachkraft für Mammadiagnostik". Aus naheliegenden Gründen interessiert sie sich für das Mammographie-Screening und besichtigte kürzlich einmal eine mobile Screening-Einheit ("Mammamobil").
Die Mitarbeiterinnen waren, wie sie berichtete, sehr freundlich zu ihr und haben sie herumgeführt und vieles erklärt. Auf ihre Nachfrage, ob die Untersuchungen nur von examinierten MTARs durchgeführt würden, wurde sie allerdings etwas erstaunt angesehen. Dann wurde ihr erklärt, man habe eine ganz spezielle Ausbildung für diese Tätigkeit, und zwar habe man den Kurs "Fachkraft für Mammadiagnostik" absolviert.
Doch Yvonne A. insistierte: Ob sie denn examinierte MTARs wären, was ja als Grundlage und Voraussetzung für selbständiges Arbeiten ohne Anwesenheit eines verantwortlichen Arztes sei? Kein ja - kein nein. Da wurde ausgewichen und herumgedruckst - sie waren, das war damit jedenfalls eindeutig, eben keine MTARs.
Nach der Röntgenverordnung ist aber zwingend vorgeschrieben, daß angelernte Kräfte - also Kräfte, die keine MTARs sind - Röntgenstrahlen an Menschen nur unter ständiger Anwesenheit und Verantwortung eines entsprechend ausgebildeten Arztes anwenden dürfen. Genau das aber war bei dem besuchten Mammamobil nicht der Fall - ein klarer Gesetzesverstoß!
Mit Wirkung vom 8. Juli 2008 ist eine neue Gebührenordnung für Tierärzte in Kraft getreten. Nach neun Jahren wurden die Gebühren um zwölf Prozent angehoben. Trotzdem bezeichnete die Bundestierärztekammer die Gebührenanhebung nur "als äußerst maßvoll", da sie nicht einmal einem Inflationsausgleich entspräche. Auch die gestiegenen Praxiskosten würden nicht abgedeckt.
Zum Vergleich: Die GOÄ der Menschenärzte wurde zuletzt 1996 den gestiegenen Preisen angepaßt. Damals wurden die Punktwerte für acht Jahre um 3,6 Prozent angehoben. Conclusio: Ein Mensch ist kein Tier.
Ein Kölner steht in seiner Heimatstadt vor Gericht, weil er zwei Düsseldorfer überfahren hat.
Richter: "Angeklagter, Sie wissen, daß Sie verpflichtet sind, die Wahrheit zu sagen!"
Kölner: "Jo, et wor kalt, de Stroß wor voller Ies. Ming Auto is in et Schleudere jekumme..."
Richter: "Es ist August, Sie sollen die Wahrheit sagen!"
Kölner: "OK, OK, OK... also, et wor am rääne, un janz vill Laub op dr Stroß..."
Richter: "Seit Tagen scheint die Sonne, zum letzten Mal, die Wahrheit!"
Kölner: "Also jut, et Sönnche wor am strahle. Un do woren die beiden Dödeldoofen op dr Stroß, hann ich ald vun wiggem jesinn. Wie mer dat als Kölsche su määht, hann ich dropjehalde. Dä eine is dörch de Frontschiev, dä andere in en Huusdüür jefloore. Un ich bereue janix!"
Richter: "Na also, warum denn nicht gleich so? Den einen klagen wir an wegen Sachbeschädigung, den anderen wegen Hausfriedensbruch."
Denken Sie immer daran:
GenoGyn Rheinland blickt in die Zukunft und ist die
Partnerschaft der Erfolgreichen!