Januar 2009
Auch das Jahr 2009 wird wieder richtig gut ... | Der QM-Countdown beginnt am 18.2.2009! | Nächste Präventionsrunde in Berlin! | Plausi: ToDo-Liste für GenoGyn-Mitglieder! | Homo sapiens!
Auch das Jahr 2009 wird wieder richtig gut ...
- ... Nach langem Bla-Bla und viel Gezetere wurde im letzten Sommer für das Jahr 2009 ein Honorarzuwachs von 2,7 Milliarden Euro beschlossen. Nach erneutem Bla-Bla und Gezetere versicherte der KVNo-Vorstand am 27.10.2008 noch, daß in Nordrhein statt der zuerst errechneten mageren 3,6% sogar jetzt ein üppiges Mehr von 6,5% zur Auszahlung bereitstünde. Dagegen - diesmal ganz ohne vorheriges Bla-Bla und Gezetere - informierte die KVNo ihre Schutzbefohlenen dann kurz vor "Frohe Weihnachten", daß aus alledem leider nichts werde und nun doch nur eine Null zu erwarten sei - aber, so die notorischen KVNo-Beschwichtiger, es werde keine gelbe, blaue oder gar grüne sein, sondern - man höre und staune - eine "schwarze" Null. Das hörte sich dann schon wieder richtig gut an - und deshalb 2,7-milliardenmal Bravo an Euch Nullen!
- ... Seit dem 1.1.2009 wissen alle Vertragsärzte in Deutschland: Weihnachten ist in diesem Jahr schon im Juli! Dann nämlich, wenn die Abrechnungsbescheide für das I. Quartal 2009 in die Praxen flattern. Über die jetzt geltenden Regelleistungsvolumina (RLV) ist inzwischen alles gesagt worden, und jedermann weiß, daß sie gerade mal zur Abrechnung der Grundpauschalen reichen. Aber schön ist es doch, wenn man jetzt noch einmal die KBV-Sonderinformation vom letzten Jahr in die Hand nimmt und staunend liest: "Mehr Geld und mehr Gerechtigkeit". Toller Witz - nur lachen möchte man nicht.
- ... Wie gut, daß es Leute gibt, die die Spielchen von KBV & Co. manchmal vorausahnen können: Im Nachhinein zeigt sich, wie gut es war, daß GenoGyn Rheinland schon frühzeitig auf die Präventionsschiene gesetzt hat. Die komplette Prävention wird außerhalb der RLV's vergütet. Inzwischen haben sich 85 Frauenärztinnen und Frauenärzte in "Präventionsmedizin" weitergebildet und das Zertifikat erhalten. Weitere werden folgen.
- ... Seit dem 1.1.2009 dürfen Einzelpraxeninhaber wieder die Gemeinschaftspraxen alimentieren. Letztere erhalten - zu Lasten der Einzelpraxen - auf ihre Grundpauschalen einen Aufschlag in Höhe von 10%. Warum? - Das weiß vielleicht der liebe Himmel.
- ... Seit dem 1.1.2009 wird das Chlamydien-Screening von uns honorarfrei ausgeführt. Eine ärztliche Leistung honorarfrei zu erbringen, ist zwar an sich schon Käse und nach der Berufsordnung eigentlich nicht erlaubt, nein, mehr noch: Das Screening kostet uns sogar unser eigenes Geld. Was jedoch nicht weiter ins Gewicht fällt: Wir haben ja genug davon.
- ... Ab dem 1.1.2009 darf die Abrechnung nur noch per EDV erfolgen. Das wiederum ist gut. Denn das senkt die Verwaltungsausgaben, und das eingesparte Geld erhalten die Vertragsärzte - oder auch nicht.
- ... Inzwischen gibt es für Frauen eine neue Broschüre zum Thema "Mammographie-Screening". Übersichtlich und allgemeinverständlich, so berichtet der BVF voller Stolz, beantwortet die Broschüre häufig gestellte Fragen. Warum aber findet sich in dem ganzen Heftchen kein Appell zur Teilnahme an der Krebsfrüherkennungsuntersuchung? Hat solches den BVF etwa nicht interessiert?
- ... Wie überhaupt: Nach den KBV- und KV-Behörden beginnt nun auch der BVF darüber herumzunöhlen, wieso vielerorts sich immer mehr und mehr Verbände und Organisationen gründen. Tip an den 20-Euro-BZ-Test-Präsidenten: Vielleicht, weil viele Kolleginnen und Kollegen von der Basis so wahnsinnig glücklich mit Euch sind!
- ... Ab dem I. oder II. Quartal 2009 startet im KVNo-Bereich das "Basis-Rollout für die eGK". Verstanden? Wenn nicht: Der Deutsche Ärztetag hat die Elektronische Gesundheitskarte zwar mehrheitlich abgelehnt, und kaum eine Woche vergeht, wo nicht irgendwo in Deutschland ein Datenskandal aufgedeckt wird, doch die eGK wird trotzdem eingeführt - und Musterschüler Leonard ist sogar der erste, der's tut. Und wir in Nordrhein dürfen uns auf weitere Zwangsinvestionen gefaßt machen. Aber dafür weiß bald jeder, warum Frau Schmitz von nebenan beim Arzt war. Ist auch schön.
- ... Bis zum 30.6.2009 müssen alle Vertragsärzte 250 Fortbildungspunkte nachweisen. Andernfalls gibt's Haue - oder anders ausgedrückt: vier Quartale lang einen Honorarabzug von je 10%, ab dann sogar 25%. Na ja, Fortbildungspunkte sind ja gut und schön. Vor allem dann, wenn sie nicht in medizinischen Bereichen (Fortbildung!) erworben, sondern bei mannigfaltigen medizinfreien KV-Veranstaltungen abgesessen worden sind. Immerhin hatte die KV dadurch stets volle Säle. Und Punkte sind halt doch nur Punkte.
- ... Am 31.12.2009 ist dann noch einmal - zum letzten Mal im Jahr 2009 - live und in Farbe großes Bürokratenkino angesagt: Nach der QM-Richtlinie, die am 1.1.2006 in Kraft trat, muß bis zu diesem Stichtag in allen Arztpraxen ein Qualitätsmanagement-System eingeführt sein. Was das konkret bedeutet, das dürfte wohl jedem klar sein: Wieder viel Aufwand, wieder viel Zeit und wieder viel Geld - und das alles vor dem Hintergrund der aktuell zu erwartenden negativen Honorarentwicklung!
Herrgott nochmal, und das zu fragen muß zum Abschluß dieser Aufzählung wohl erlaubt sein, wo sind wir eigentlich hier? Die Milliarden Euro sind doch da im Gesundheitssystem. Aber: Warum kommt seit Jahren immer weniger davon an an der Basis? Die Patienten (Leistungsempfänger) zahlen immer mehr - die Ärzte (Leistungserbringer) erhalten immer weniger. Da kann doch etwas nicht stimmen! Oder ist es eine Art Masochismus, die uns Menschen erlaubt, den immer enger werdenden Würgegriff durch die Bürokratie lustvoll zu ertragen?
GenoGyn Rheinland muß und wird daran etwas ändern. Wenn die Krankenkassen endlich herausgefunden haben, was sie mit dem Gesundheitsfonds anfangen sollen, dann müssen schleunigst wieder konkrete Verhandlungen mit ihnen aufgenommen werden, die in konkrete Verträge einmünden. Das dann aber nicht auf "20-Euro-BZ-Test"- oder "Hallo Baby"-Niveau, sondern mit wirklich substantiellen ärztlichen Versorgunginhalten.
Und genau das ist es, wovor KBV, KVen und BVF - nebenbei gesagt - sich so fürchten: Bürokratischen Wasserköpfe werden dann einfach umgangen. Basta.
Der QM-Countdown beginnt am 18.2.2009!
Mit dem "QM interaktiv" der medical-soft-workers GmbH bietet GenoGyn Rheinland ihren Mitgliedern eine extrem effektive, äußerst kostengünstige und sehr flexible Möglichkeit eines eigenen QM-Systems. Es deckt alle Forderungen der gängigen QM-Systeme ab und ist unabhängig von Gesundheitskonzernen und Politik. Bereits geleistete QM-Vorarbeiten sind nicht verloren, sondern können problemlos in das System integriert werden.
Am 18.2.2009 findet in Köln eine Informationsveranstaltung dazu statt. Auf der gleichen Veranstaltung wird der ehemalige Schleswig-Holsteinische KV-Vorstand und jetzige Vorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, der Gynäkologe Dr. Klaus Bittmann, sprechen. Er will erläutern, wie nach seiner Ansicht die Kassenpraxis gerettet werden kann.
Die schriftlichen Einladungen zu dieser Veranstaltung werden Mitte Januar verschickt.
Nächste Präventionsrunde in Berlin!
Die von GenoGyn Rheinland initiierte Weiterbildung in "Präventionsmedizin" inclusive Zertifikat wird in Berlin fortgesetzt. Die folgenden Termine stehen fest: Mit Unterstützung der beiden Kooperationspartner, der Akademie für Gesundheitsförderung und Prävention e.V. (AeGP) und DR. KADE/BESINS, findet die nächste Ausbildungs-Triologie am 13./14. März und 20./21. März sowie am 8./9. Mai 2009 in Berlin statt. Im Herbst 2009 folgt eine weitere Präventions-Fortbildungsreihe in München.
Buchung und weitere Informationen zur Fortbildung:
GenoGyn - Frau Weiss, Telefon: 0221 / 94 05 05 390, Fax: 0221 / 94 05 05 391 oder E-Mail: geschaeftsstelle@genogyn-rheinland.de. Übrigens: GenoGyn- und AGeP-Mitglieder buchen weiterhin weitaus günstiger.
Plausi: ToDo-Liste für GenoGyn-Mitglieder!
Wegen der teilweise sehr fragwürdigen Durchführungspraxis bei Plausibilitätsprüfungen trafen sich am 9.12.2008 noch einmal Spitzenvertreter der KVNo und der GenoGyn Rheinland. Auch in diesem Gespräch, an dem der Plausibilitätsausschuß unter Leitung des Stellvertretenden KV-Vorsitzenden Dr. Dr. K. Enderer und von der GenoGyn die Vorstandsmitglieder Dr. J. Klinghammer, Dr. W. D. Fiessler, G. Straub und Rechtsanwalt S. Rothfuß aus der Anwaltskanzlei Dr. Halbe - Rechtsanwälte teilnahmen, konnte bei weiteren wichtigen Fragen Einvernehmen erzielt werden.
Für Mitglieder der GenoGyn Rheinland, die in ein Plausbilitätsverfahren geraten, hat die Kölner Anwaltskanzlei Dr. Halbe - Rechtsanwälte - Justitiar und Kooperationspartner der GenoGyn Rheinland - eine ToDo-Liste erstellt. Das Merkblatt erläutert kurz und knapp die einzelnen Schritte, die man vor, während und nach der Plausibilitätsprüfung unbedingt beachten sollte.
Die Liste erhalten Mitglieder auf Anfrage von der Geschäftsstelle (GenoGyn - Frau Weiss, Telefon: 0221 / 94 05 05 390, Fax: 0221 / 94 05 05 391 oder E-Mail: geschaeftsstelle@genogyn-rheinland.de.
Homo sapiens!
Treffen sich zwei Planeten.
Fragt der eine: "Wie geht's?"
Sagt der andere: "Mir geht's ganz schlecht, ich hab' Homo sapiens."
Beruhigt der erste den anderen: "Kein Problem, das gibt sich."
Denken Sie immer daran:
GenoGyn Rheinland blickt in die Zukunft und ist die
Partnerschaft der Erfolgreichen!
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