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Mai 2009

Erinnerung: am 5. Mai 2009 E-Mail-Aktion! | Weitere Protestaktionen! | Neue Infos zur Mirena® inakzeptabel! | Kooperation mit dem Verlag Urban & Vogel! | Generalversammlung 2009! | Gynäkologen sind keine Rechtsanwälte!

Erinnerung: am 5. Mai 2009 E-Mail-Aktion!

Die Zeit ist reif - und vorbei die Zeit, einfach nur "gegen alles" zu sein: Nach Jahrzehnten fehlgeschlagener Gesundheitsreformen ruft GenoGyn Rheinland die Öffentlichkeit zu einer konzertierten E-Mail-Aktion am 5. Mai 2009 auf. Der konkrete Lösungsvorschlag lautet Kostenerstattung - nicht den Ärzten, sondern den Menschen zuliebe! Wenn alle das machen, was in Deutschland 8,62 Millionen (2008) Menschen mit einer privaten Vollversicherung können, und wenn alle das machen, was in vielen EU-Staaten selbstverständlich ist, nämlich ihre Arztrechnung bei ihrer Krankenkasse direkt und ohne KV-Umwege einzureichen, dann werden riesige Summen, die seit Jahrzehnten für ebenso sinnlose wie überflüssige Regulierungsmaßnahmen zum Fenster rausgeschmissen werden, wieder frei und können den Menschen zugute kommen. Das Sachleistungsprinzip, das sollte inzwischen jedem politisch Verantwortlichen klar sein, ist zwar für viele Menschen bequem (ein Kind macht auch nicht gerne sein Bett), aber in toto gescheitert.

Die Zeit ist reif - und es ist bald Bundestagswahl.

Deshalb:

E-Mail-Aktion an die maßgeblichen Bundestagsabgeordneten!

Am Dienstag, dem 5. Mai 2009, zwischen 0.00 bis 24.00 Uhr!

Textvorschlag PDF (50 KB) > DOC (82 KB)
Adressen PDF (47 KB) DOC (72 KB)

Noch einmal: Um sich ein mühseliges Kopieren jeder einzelnen E-Mail zu ersparen, kopieren Sie am besten alle Adressen der Bundestagsabgeordneten komplett in einem Vorgang, adressieren Sie die E-Mail aber nur an sich selbst und setzen dann das kopierte Adressenkonvolut in die Rubrik "Blindkopie" ein. Dann erhält jeder Adressat das, was er erhalten soll, ohne aber den vollständigen Verteiler zu erfahren.

Nachdem ein Gynäkologe - voreilig zwar, aber aus verständlichem Zorn - seine E-Mails sofort nach Bekanntgabe der Aktion in "GG-aktuell 4-2009" losgejagt hatte, erhielt dieser bereits Antwort - u.a. von Mister 15-Prozent und Politclown K. W. L. aus Niederzier. Nach üblichem Bla-Bla schrieb dieser am Ende seines Briefes: "Ein simples System der Kostenerstattung, bei der der Patient in finanzielle Vorleistung gehen muss und dadurch Mißbrauchsmöglichkeiten vergrößert, Kontrollmöglichkeiten durch die Kassen verringert und dadurch der Verbraucherschutz abgebaut werden, wird jedoch abgelehnt." Klar, daß er solch einen Quatsch schreibt. Denn was soll er beruflich dann noch tun? Mit seinen pseudowissenschaftlichen Statistiken propellerdrehenderweise ins Verkehrsfach wechseln?

Wer von K. W. L. ebenfalls diesen Brief erhält, für den hat GenoGyn Rheinland einen Vorschlag für eine Antwort vorbereitet:

Textvorschlag PDF (88 KB) > DOC (61 KB)


Weitere Protestaktionen:

Um die vielen Einzelaktionen zu bündeln und die Wirkung aller Proteste nachhaltig zu verstärken, ruft die Freie Ärzteschaft - bei Aufrechterhaltung einer Notfallversorgung - alle niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen zu

bundesweiten Praxisschließungen vom 18. bis zum 23. Mai 2009

auf. Außerdem soll eine

Mahnwache beim 112. Deutschen Ärztetag (19.-22. Mai 2009) vor der Mainzer Rheingoldhalle

die Delegierten dazu auffordern, "die Tagesordnung des Ärztetages dergestalt umzuformulieren, daß aus einer ansonsten zu befürchtenden Nabelschau ein Fanal der ärztlichen Kampfbereitschaft gegenüber Ulla Schmidt und der sie duldenden Bundeskanzlerin wird."

Der Vorstand der GenoGyn Rheinland unterstützt selbstverständlich beide Aktionen und ruft alle Mitglieder zur Teilnahme auf.


Neue Infos zur Mirena® unakzeptabel!

Das neue Aufklärungsformular und die Informationsbroschüre zum IUS Mirena® stehen im Widerspruch zur Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. Während die Leitlinie (Stand: 8-2008) empfiehlt, das IUS Mirena® 1-2 Wochen nach der Einlage und dann alle 6 Monate zu kontrollieren, ist in den von der Firma Bayer Vital GmbH für die Patienten zur Verfügung gestellten Infos jetzt nur noch von jährlichen Kontrollintervallen die Rede.

Damit sind Mißverständnisse unvermeidlich: Verhält sich der Arzt leitliniengerecht (6-Monate-Kontrollen), oder macht er das, was die Patientinnen nach Lektüre der Firmen-Infos von ihm erwarten (Jahreskontrollen)? GenoGyn Rheinland hat inwischen die Firma aufgefordert, den Widerspruch zu beseitigen und für leitlinienkonforme Patienteninformationen zu sorgen.


Kooperation mit dem Verlag Urban & Vogel!

Seit dem 1. April 2009 kooperiert GenoGyn Rheinland mit dem Münchener Verlag Urban & Vogel GmbH. Die im Verlag erscheinende Zeitschrift "gynäkologie - geburtshilfe" ist seitdem offizielles Organ der GenoGyn und wird in jeder Ausgabe auf zwei Druckseiten Mitteilungen, Nachrichten, Termine und Meinungen der GenoGyn veröffentlichen.

Für die Beiträge sorgen Frau S. M. Glimm und Frau B.-C. Wahlers von der GenoGyn-Pressestelle. Im Beirat der Zeitschrift wird GenoGyn vom Vorstandsmitglied Dr. J. Klinghammer vertreten.


Generalversammlung 2009!

Auf der diesjährigen Ordentlichen Generalversammlung der GenoGyn Rheinland am 11.3.2009 konnte vom Vorstand auch für das Geschäftsjahr 2008 ein zufriedenstellendes Ergebnis vorgelegt werden. Die Bilanzsumme betrug am Ende des Geschäftsjahres 340.224,76 Euro.

Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte einstimmig.


Gynäkologen sind keine Rechtsanwälte!

Der Stundensatz, den Rechtsanwälte in Deutschland ihren Klienten berechnen, beträgt im Durchschnitt 188,00 Euro. Um das gleiche Geld zu erwirtschaften, müßte ein Gynäkologe pro Stunde etwa 12 komplette Krebsfrüherkennungsuntersuchungen durchführen. Leider blieben dann für jede Patientin nur noch maximal fünf Minuten Zeit - für das Umziehen, für die Untersuchung und für ein Gespräch.

Und zum Schluß: Mit großer Erleichterung nehmen alle deutsche Ärzte zur Kenntnis, daß jetzt endlich auch die

12. Änderung der Vereinbarung über den Einsatz des Blankoformularbedruckungs-Verfahrens zur Herstellung und Bedruckung von Vordrucken für die vertragsärztliche Versorgung

beschlossen worden ist.

Man freut sich immer wieder: Die einerseits-andererseits-Bürokraten haben ständig was zu tun - zwar auf Kosten der Beitragszahler sowie auf Kosten der Leistungserbringer, aber quasi inmitten von Speck.


Denken Sie immer daran:

GenoGyn Rheinland blickt in die Zukunft und ist die
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