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April 2010

Schulterschluß statt Zersplitterung | Leitlinien "Gestationsdiabetes" im Servicebereich | Äußerst fragwürdige Umfrage-Aktion | CONSULT-Beratungsangebot erweitert | QM-Kontrollmaschinerie angelaufen | Generalversammlung 2010 | Marcus Tullius Cicero (1)

Schulterschluß statt Zersplitterung

In Sachen "Einheit der Niedergelassenen" gibt es wirklich verrückte Sachen. Beispiel: Da werden innerhalb bereits bestehender Genossenschaften plötzlich neue Verbände gegründet und nur deswegen, weil irgendwelche Schlaumeier allen Ernstes meinen, mit einer solchen - dann selbstredend kleineren - Splitter-Gruppe sei ihre Marktmacht und ihr politischer Einfluß größer. Sowas ist natürlich Unsinn, aber das gibt es. Nebenbei bemerkt: Was es bedeutet, eine schlagkräftige und dazu längerlebige Organisation überhaupt aufzubauen, das dürfte von diesen Leuten sowohl kosten- wie auch arbeitsmäßig vermutlich noch gar nicht übersehen werden.

Jedenfalls geht GenoGyn Rheinland - mit zur Zeit 548 Mitgliedern gewiß kein kleiner Verband und inzwischen schon über 12 Jahre alt - stattdessen einen völlig anderen Weg: Zusammen mit den Urologen (Uro GmbH Nordrhein), Orthopäden (Orthonet-NRW) und HNO-Ärzten (HNOnetNRW) hat GenoGyn ein "Aktionsbündnis fachärztlicher Organisationen" (AFO) gegründet. Das Bündnis soll und wird die Marktmacht und den politischen Einfluß nicht verkleinern, sondern noch weiter erhöhen und das dort, wo es nötig ist - hier im Rheinland.

Der erste Schritt also ist getan, der zweite wird unmittelbar folgen. Und zwar mit dem Druck von Wartezimmer-Plakaten und Begleit-Flyern zur bevorstehenden Landtagswahl am 9. Mai. Wir alle sollten uns darüber im Klaren sein, daß die Herumgurkerei im Gesundheitswesen endlich ein Ende haben muß - für die Versicherten vor allem, aber auch für die Ärzteschaft.

Um das zu erreichen, ist der Schulterschluß der Verbände nötig und nicht deren Zersplitterung. Wir müssen stark sein; letzteres schwächt uns nur.


Leitlinien "Gestationsdiabetes" im Servicebereich

Ab sofort sind die Leitlinien "Gestationsdiabetes" auch auf der GenoGyn-Website zu finden. Die Leitlinien können für die interessant sein, die am Netzwerk GestDiabGyn teilnehmen.

Im Übrigen noch ein Hinweis: Selbstverständlich kann die Blutentnahme für den oGTT sowohl kapillär wie auch venös erfolgen. Die Art der Blutentnahme sollte jedoch auf dem Datenerfassungsbogen unbedingt vermerkt werden.


Äußerst fragwürdige Umfrage-Aktion

Zur Zeit schickt die Kassenärztliche Bundesvereinigung KBV stichprobenartig an niedergelassene Frauenärztinnen und Frauenärzte eine Umfrage zur Kostenstruktur ihrer Praxis. Für die Beantwortung der Fragen erhält man 200 Euro, und der Berufsverband der Frauenärzte BVF bittet unverständlicherweise "dringend" um Teilnahme an der Umfrage. Anlaß für die Umfrage ist die Behauptung der Krankenkassen, die Kosten in gynäkologischen Praxen seien geringer geworden und somit seien die Zahlungen an eben diese Praxen abzusenken.

Abgesehen davon, daß die 200 Euro dem Geldsäckel aller Niedergelassenen entnommen werden, ist das Ansinnen der Krankenkassen schlichtweg eine Unverschämtheit - und die Dienstbeflissenheit der KBV und des BVF nicht minder. Denn: Wer hat hier überhaupt etwas zu beweisen? Ja doch wohl nur die Krankenkassen! Wenn sie behaupten, die Kosten in gynäkologischen Praxis seien geringer geworden, ja bitteschön, dann sollen gefälligst sie das belegen. Oder haben die Kassen etwa irrigerweise Kosten mit Einnahmen verwechselt? Wenn sie Letzteres meinen, dann haben sie allerdings Recht: Mit großer Bitterkeit mußten die niedergelassenen Frauenärztinnen und Frauenärzte im KVNo-Bereich nämlich zur Kenntnis nehmen, daß ihr Regelleistungsvolumen im 2. Quartal 2010 mit 12,92 Euro einen historischen Tiefststand erreicht hat.

Aber wenn schon jemand bereit ist, sich an der Umfrage zu beteiligen, dann sollten auf keinen Fall Privateinnahmen und IGeL-Umsätze genannt werden - denn die gehen wirklich niemanden etwas an. Bitte also nur die GKV-Vergütung mitteilen! Und dieser dann die Praxiskosten gegenüberstellen. So erfahren die Krankenkassen, daß ihre Vergütung - Überraschung! - kaum noch die Praxiskosten refinanzieren.


CONSULT-Beratungsangebot erweitert

Die Abteilung GenoGyn CONSULT ist um ein wichtiges Beratungsangebot erweitert worden: "Existenzgründung - von der Erfahrung erfolgreicher Praxisinhaber profitieren". Es richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die eine Praxisübernahme oder Neugründung planen, und die ein individuelles Mentoring durch erfahrene, erfolgreiche Praxisinhaber wünschen. Aber auch bereits Niedergelassene, die sich in bestimmten Bereichen noch verbessern wollen, können von dem Angebot profitieren, sei es bei der EBM-, GOÄ- oder IGeL-Abrechnung, der Standortfrage, der Geräteausstattung, der Marketingstrategie und bei vielem anderen mehr.

Nicht nur ein guter Start ist wichtig, auch der Schub, der dem Start stets folgen muß, bedarf fortwährender Unterstützung.


QM-Kontrollmaschinerie angelaufen

Ganz still und leise und harmlos getarnt als "Selbstbewertungsbogen" wird von der KV indirekt bereits überprüft, ob eine Praxis die in der QM-Richtlinie geforderten Grundelemente des Qualitätsmanagements umgesetzt hat. Bekanntlich ist seit dem 1.1.2010 jede Praxis dazu verpflichtet, mit der Einführung eines QM-Systems zu beginnen. Und die KV wiederum ist gesetzlich verpflichtet, bei 2,5% der Arztpraxen genau das zu kontrollieren. Gut, Sanktionen gibt es zwar noch nicht, aber wer die Politik und die KV-GKV-Verwaltungsbürokratien kennt, der weiß, daß auch sie nicht mehr lange auf sich warten lassen. Deshalb sollten auch die letzten sich so schnell wie möglich mit der Materie zu befassen. Für sie bietet GenoGyn Rheinland nach wie vor Schnellkurse für Arzthelferinnen an:

An einem Mittwoch, von 15.00 bis 18.00 Uhr, kann Frau D. Alex (Medizinische Betriebswirtin) eine Gruppen-Computerschulung für das QM-System GenoGyn "QM interaktiv" durchführen. Aber auch eine individuelle Schulung in der Praxis ist möglich. Mit dem Aufwand eines einzigen Mittwochnachmittags wird der Einstieg in das Qualitätsmanagement nach den gesetzlichen Vorgaben rasch und mit minimalem Aufwand erfüllt.

Zwecks Terminabsprache steht Frau Weiss - Geschäftsstelle - gerne zur Verfügung. Telefon: 0221 - 94 05 05 390 (von 8.30 bis 12.30 Uhr)


Generalversammlung 2010

Auf der diesjährigen Ordentlichen Generalversammlung der GenoGyn Rheinland am 10.3.2010 konnte vom Vorstand auch für das Geschäftsjahr 2009 ein zufriedenstellendes Ergebnis vorgelegt werden. Die Bilanzsumme betrug am Ende des Geschäftsjahres 321.279,93 Euro.

Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte einstimmig.

Bei der anschließenden turnusmäßigen Neuwahl des Aufsichtsrates wurden alle bisherigen Mitglieder wiedergewählt:

Neu im Aufsichtsrat ist


Marcus Tullius Cicero (1)

Rat von Cicero, römischer Politiker, Anwalt, Schriftsteller, Philosoph und der berühmteste Redner Roms, an Wahlkämpfer:

"Sorge dafür, daß deine Kampagne gute Unterhaltung ist: Glanz, Pracht, Populismus; und sorge - falls machbar - auch dafür, daß über deine Widersacher skandalöse Geschichten über deren Verbrechen, Ausschweifungen und Bestechungen im Umlauf sind."


Denken Sie immer daran:

GenoGyn Rheinland blickt in die Zukunft und ist die
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