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Juli 2011

Demnächst 2. Auflage von GynPLUS | QM: Die Zeit drängt | Aktionsbündnis "AFO" jetzt noch stärker | Online-Kassensuche mit Schwarzer Liste | Gravierende Unterschiede

Demnächst 2. Auflage von GynPLUS

Eine große Überraschung war es eigentlich nicht: Schon wenige Tage, nachdem das GenoGyn-Kompendium GynPLUS mit der seit vielen Jahren umfassendsten und aktuellsten Übersicht zu individuellen Gesundheitsleistungen erschienen war und in der Folge von der Standespresse große Beachtung fand, meldete die Geschäftsstelle bereits den Ausverkauf aller Exemplare. Doch die Nachfrage hält unvermindert an; nahezu täglich melden sich aus ganz Deutschland neue Interessenten. Deshalb hat der Vorstand eine weitere Druckauflage in Auftrag gegeben. Sie wird etwa Anfang August erscheinen. Wer sich vormerken lassen möchte, kann dafür gerne das Kontaktformular benutzen - dieses aber erst ab dem 4. Juli, da bis dahin die Geschäftsstellenleiterin Frau Marion Weiss in Urlaub ist.


QM: Die Zeit drängt

Wie jedermann weiß - oder zumindest wissen sollte, ist das Qualitätsmanagementsystem als Verpflichtung für jede Arztpraxis schon vor Jahren gesetzlich im SGB V verankert worden. Ultimo für die QM-Einführung war der 31. Dezember 2010. Seitdem werden von den KV'en pro Jahr 2,5 Prozent der Praxen stichprobenartig überprüft. Zwar sind Konsequenzen oder Sanktionen für diejenigen Praxen, die das QM nicht eingeführt haben, noch nicht bekannt, doch den einschlägigen Mitteilungen ist zu entnehmen, dass spätestens 2012 Schluss mit Lustig ist. Ähnlich wie bei den Fortbildungspunkten dürfte das Ergebnis wieder ziemlich schmerzhaft sein. Deshalb drängt die Zeit.

Das Qualitätsmanagementsystem GenoGyn "QM interaktiv" wird fast ausschließlich am PC aufgebaut und gepflegt. Auf Anforderung kann für die KV mit einem Klick ein zusammenfassender Bericht erstellt, ausgedruckt und zur Post gegeben werden. GenoGyn-Mitglieder zahlen für die Software einen Mietpreis von 300 Euro pro Jahr (Nicht-Mitglieder 399 Euro). Darin eingeschlossen sind alle Updates und die GenoGyn-Zertifizierung. Weitere Vorteile des Systems: einfachste Handhabung, weitestgehend papierlos, unabhängig von Pharmafirmen, kompatibel zu allen derzeit üblichen QM-Systemen. Sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, schickt man den Bericht zur Erlangung des Gütesiegels - ebenfalls mit nur einem Klick - online zur Zertifizierungsstelle. Das Zertifikat mit Gütesiegel wird nach Prüfung des Berichts zugestellt.

Schnelleinstieg


Aktionsbündnis "AFO" jetzt noch stärker

Das "Aktionsbündnis Fachärztlicher Organisationen" (AFO), das vor gut einem Jahr von den vier landesweit tätigen Ärzte-Gesellschaften HNOnet NRW eG, Orthonet-NRW eG, Uro-GmbH Nordrhein und GenoGyn Rheinland eG gegründet worden war, konnte um eine weitere Gesellschaft vergrößert werden - um das Anästhesienetz NRW e.V. Die fünf Organisationen mit fast 2.000 Fachärzten werden in Nordrhein-Westfalen künftig gemeinsam ihre wirtschaftlichen und politischen Interessen gegenüber den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Krankenkassen wahrnehmen. Schon jetzt besteht ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den Vorständen. Auch mit einigen kleineren Aktionen hat das Bündnis in der Öffentlichkeit bereits auf sich aufmerksam gemacht. Größere sind in Planung, und dann wird auch von dieser Stelle aus Klartext geredet.


Online-Kassensuche mit Schwarzer Liste

Seit geraumer Zeit können Versicherte von AOK und BARMER GEK online und für alle sichtbar ihre Ärzte beurteilen. Das ist wunderbar - für alle. Denn, so irgendein Kassen-Vize, das helfe nicht nur den Patienten, sondern auch den Ärzten. Diese erhielten über das Portal ja ein systematisches Feedback ihrer Patienten und könnten praxisintern mit Qualitätsverbesserungen reagieren. Betreiber des Portals, das sich sowohl semantisch irreführend wie orthographisch unrichtig "Weisse Liste" nennt und natürlich viel besser sein soll als alle anderen Bewertungsportale, ist die Bertelsmann Stiftung. Und weil das alles so wunderbar ist, erhielten dieser Tage sämtliche Ärzte ein zweiseitiges Erläuterungsschreiben - oder war es eher ein Beschwichtigungsschreiben? "Schutz vor Manipulationen", stand drin, als wenn jemand so was unterstellen wollte. "Methodische Güte", selbstverständlich, ein Qualitätsversprechen macht sich immer gut. "Keine Freitexte", unsachgemäße Kritik und Diffamierungen würden auf keinen Fall toleriert. Und so weiter und so weiter.

Nun, die Idee von einem neuen Bewertungsportal ist vielleicht gar nicht schlecht, aber wenn, dann nur als wirklich neues. Zum Beispiel mit einer zur Abwechslung völlig anderen Zielgruppe, nämlich der Gruppe, die nach eigenem Selbstverständnis sich jeder Kritik bislang erfolgreich zu entziehen wusste und auf die man deshalb so schnell nicht kommt: die der Krankenkassen. Der Bedarf und das Interesse wären gewiss gewaltig. Mit Sicherheit möchte so mancher Versicherter oder Arzt seinem Unmut über bestimmte Vorgänge bei den ach so fairen und ehrenwerten Krankenkassen gerne auch einmal in der Öffentlichkeit freien Lauf lassen. Das Portal, vielleicht - semantisch zutreffend und orthographisch korrekt - "Schwarze Liste" genannt, könnte dann anderen Patienten bei der Suche nach einer geeigneten Krankenkasse sehr helfen, und die Kassen erhielten ihrerseits ein systematisches Feedback ihrer Versicherten und Leistungserbringer und könnten kassenintern mit Qualitätsverbesserungen reagieren. Vielleicht, so der Vorschlag, sollten sich mal die Kassenärztliche Vereinigungen der Entwicklung eines derartigen Portals widmen. KV-fremd? Nicht mehr und nicht weniger als die Entwicklung der "Weissen Liste" durch Krankenkassen.


Gravierende Unterschiede

Was ist der Unterschied zwischen einem Internisten, einem Chirurgen und einem Pathologen?

Der Internist weiß alles, kann aber nichts.

Der Chirurg kann alles, weiß aber nichts.

Der Pathologe dagegen weiß alles und kann alles, doch er kommt immer zu spät.

Und der Psychiater? Der weiß nichts und kann nichts, hat aber für alles Verständnis.


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