... Partnerschaft der Erfolgreichen!

Funktionsnavigation
Hauptavigation

November 2011

§ 116b: Der Letzte macht das Licht aus | Wenn sich die KFU-Intervalle erhöhen, | Zunehmend Ärger mit der PBeaKK | Bei Schwangeren viel Neues für umsonst | Kassana ist nicht Kassandra | 3. Bundeskongress für Privatmedizin | Warum hat der Hase kein Haus?

§ 116b: Der Letzte macht das Licht aus

Die für 2012 geplanten Änderungen beim sogenannten GKV-Versorgungsstrukturgesetz - und dabei besonders hinsichtlich § 116b der ambulanten Spezialärztlichen Versorgung (ASV) - dürften mancher Praxis noch riesengroße Kopfschmerzen bereiten. Sollte es dabei bleiben, dass die Kliniken ungehinderten Zugang zur ambulanten Versorgung erhalten, dass es keine Bedarfsplanung geben wird und dass Niedergelassene, im Gegensatz zu Kliniken, unter Berufung auf Überversorgung und Bedarfsplanung restriktiv reguliert werden sollen, dann stellt sich die Frage, ob spezialärztliche Praxen mit solchen Gesetzesvorgaben bewusst an den Rand der Wirtschaftlichkeit gedrängt werden sollen. Das Gesamthonorar wird gedeckelt sein. Und wenn Kliniken sich ungehindert Leistungen aus dem gemeinsamen Topf honorieren lassen können, bedeutet das zwangsläufig, dass entsprechend weniger Honorar für die Niedergelassenen zur Verfügung steht. Das ist Wettbewerbsverzerrung pur, die in absehbarer Zeit zu einer Übernahme der ambulanten Versorgung durch Klinikambulanzen führt.

Schreiben Sie an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr! Jetzt, sofort. Denn wer nicht wach ist, darf sich über die Folgen nicht beschweren!

Textvorschlag


Wenn sich die KFU-Intervalle erhöhen,

und damit müssen die niedergelassenen Gynäkologen in Zukunft rechnen, dann werden nur alternative Strategien die zu erwartenden Umsatzeinbußen auffangen können. Eine sinnvolle, zumal absolut zukunftsfähige Strategie sollte die alsbaldige Erweiterung des Präventionsspektrums sein, wie sie am ehesten durch die von GenoGyn und der GSAAM (Deutsche Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin e.V.) initiierten zertifizierten Fortbildung in Präventionsmedizin geleistet wird. Die nächste Fortbildungsreihe ist am 27./28. Januar 2012 und am 24./25. Februar 2012 und findet wieder in Köln statt, im Mercure Hotel Köln-Junkersdorf - unmittelbar am Autobahnkreuz Köln-West. Die Ausbildung kann mit dem Zertifikat in "Präventionsmedizin" abgeschlossen werden. Eine telefonische Vormerkung ist ab sofort bei Marion Weiss möglich: GenoGyn-Geschäftsstelle 0221 - 94 05 05 390


Zunehmend Ärger mit der PBeaKK

B-Mitglieder der Postbeamtenkrankenkasse, das sind Beamte und Ruhestandsbeamte des mittleren, gehobenen und höheren Dienstes und deren Hinterbliebene, haben freie Wahl unter den Ärzten, Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Auch Heilpraktiker können in Anspruch genommen werden. Die Berechnung der ärztlichen und psychotherapeutischen Leistungen erfolgt nach bestimmten Sätzen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Das ist bekannt, und so kann man es, wenn man will, auch nachlesen. Alles hört sich gut an. Doch wehe, Patienten reichen eine Rechnung ein. Im frauenärztlichen Bereich passiert es neuerdings immer wieder, dass erbrachte Leistungen unter fadenscheinigen Vorwänden nicht mehr erstattet werden. Gut, die PBeaKK steht sicher unter einem enormen finanziellen Druck. Speziell bei dieser Kasse rücken nämlich keine jungen, neuen Mitglieder nach. Aber ist das ein Problem der Noch-Versicherten? Oder gar der Ärzte, die unter Hinweis auf die fehlende Erstattung ihre Rechnungen nicht mehr bezahlt bekommen? Nein, das Problem ist die zunehmend schwierige Altersstruktur der PBeaKK-Mitglieder - und GenoGyn wird in Zukunft genau beobachten, wohin die Reise geht und ggf. ihre Mitglieder zu Aufklärungsaktionen gegenüber ihren Patientinnen aufrufen.


Bei Schwangeren viel Neues für umsonst

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das höchste Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im Gesundheitswesen - quasi Generalentscheider über Vorschriften und Folgen, hat mal wieder zugeschlagen und entschieden, dass im Rahmen der Schwangerenbetreuung das Beratungsangebot und eine damit verbundene Dokumentationspflicht durch den betreuenden Gynäkologen erheblich ausgeweitet werden muss. Es geht um Informationen über Genussmittel wie Alkohol, Tabak und andere Drogen, dann um Ergänzungen der Richtlinien nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz und schließlich um die Dokumentation nach dem Gendiagnostikgesetz. Ein Riesenhaufen also. Und neu. Und für umsonst. Wann endlich begreifen diese Leute einmal, dass Toleranz und Leistungsbereitschaft auch bei Ärzten endlich sind. Man kann doch nicht immer wieder neue Leistungen verlangen und dabei die Honorarseite völlig ignorieren! Irgendwann, das lässt sich unschwer erahnen, haben wir hier in Deutschland nicht nur die Landflucht zu beklagen, sondern werden - US-amerikanische Verhältnisse lassen grüßen - kaum noch jemanden finden, der sich um Schwangere kümmert. Beratungs- und Untersuchungsaufwand, rechtliche Vorschriften, haftungsrelevante Aspekte und exorbitant hohe Haftpflichtprämien sind nicht geeignet, das Interesse an diesem, eigentlich doch sehr positiven Versorgungsbereich zu steigern. Im Gegenteil.


Kassana ist nicht Kassandra

Während Kassandra in der griechischen Mythologie eine tragische Figur ist, die das Unheil zwar voraussah, aber bei ihrer Umgebung kein Gehör fand, kann die
BKK Kassana für die Zukunft Frohes vermelden und findet dafür offenbar ungeteilte Zustimmung. Jedenfalls war das Medienecho beachtlich, als bekannt wurde, dass die Kassana und das "Deutsche Ärztenetz Gynäkologie" eine Vereinbarung zur besonderen Vergütung von gynäkologischen Leistungen im Rahmen der Früherkennung von Krankheiten und der Mutterschaftsvorsorge getroffen haben. Teilnehmen können alle Gynäkologen, selbst die, die nicht Mitglied des Ärztenetzes Gynäkologie sind. Das ist schön. Der Haken daran: Die Kassana-BKK - ursprünglich hieß sie "BKK der Stahl- und Drahtwerke Röslau" - sitzt in München und hat gerade mal etwa 13.000 Mitglieder. Und die wiederum dürften wohl kaum ausschließlich weiblichen Geschlechts sein - und es ist auch zu vermuten, dass die Mitglieder sich nicht über ganz Deutschland verteilen. Kurzum: Das Ganze ist nur ein hübscher PR-Gag, mehr nicht - sowohl für das Kässlein aus München als auch für ein paar Leute aus dem Raum Nürnberg, die sich, offenbar frei von jeglichem Hochmut, "Deutsches Ärztenetz Gynäkologie" nennen.


3. Bundeskongress für Privatmedizin

Am Samstag, dem 3. Dezember 2011, veranstaltet die Frielingsdorf Consult GmbH im MATERNUSHAUS Köln den 3. Bundeskongress für Privatmedizin. Der von der Ärztekammer Nordrhein mit 7 Fortbildungspunkten zertifizierte Tageskongress findet unter dem Leitgedanken "Von der Kassen- zur Privatpraxis" statt. Als Referenten erwarten die Gastgeber unter anderem Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Rolf Koschorrek, MdB (CDU) sowie Lars F. Lindemann, MdB (FDP) und Mitglied im Gesundheitsausschuss. Diese erstklassigen Referenten aus Politik, Wirtschaft, Ärzteschaft und Verwaltung führen durch das Hauptprogramm - ohne dabei den konkreten Praxisbezug zu verlieren. Den aktuellen Stand der GOÄ-Novellierung wird Dr. Regina Klakow-Franck, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der BÄK, erläutern. Ein besonderer Programmpunkt für Gynäkologen stellt ein Praxis-Workshop unter der Leitung von Dr. Jürgen Klinghammer, niedergelassener Gynäkologe und Vorstandsmitglied der GenoGyn, dar. Unter dem Motto "Umsetzung der Privatmedizin in der gynäkologischen Kassenarztpraxis" zeigt er sinnvolle wirtschaftliche Strategien für Gynäkologen auf.

Mitglieder der GenoGyn zahlen einen ermäßigten Eintrittspreis inklusive der kostenlosen Teilnahme einer Arzthelferin/MFA. Bei juristischen Fragestellungen, die sich aus den Vorträgen für die eigene Praxis ergeben, steht den Mitgliedern die kostenfreie Erstberatung durch die Anwaltskanzlei Dr. Halbe - RECHTSANWÄLTE zur Verfügung.

Anmeldeformular


Warum hat der Hase kein Haus?

Die Antwort auf diese ebenso tiefsinnige wie folgenschwere Frage findet man auf zwei (von Versicherten finanzierten) DIN-A-4-Hochglanzseiten der neuen Ausgabe der BARMER GEK-Postille "konkret":

Zu der Zeit, als der Hase sprechen konnte, sagte er, wenn es kalt war im Winter: "Hu, hu, ich friere. Wenn es Sommer ist, werde ich mir ein Haus bauen." Aber als es dann Sommer geworden war, da sprang er von einem Busch zum anderen und sagte: "Haus in jedem Busch, Haus in jedem Busch!" Da hatte er vergessen, wie kalt es im Winter gewesen war.

Schön, ganz und gar besinnlich und auch passend zur herbstlichen Jahreszeit. Und wenn man dann noch auf der grünen Wiese den leicht traurig dreinblickenden Langohr in der Abendsonne entdeckt - hu, hu, Ihr BARMER GEK-Gesundexperten! Dann ist das schon richtig gruselig.


Denken Sie immer daran:

GenoGyn Rheinland blickt in die Zukunft und ist die
Partnerschaft der Erfolgreichen!

nach obenCopyright © 1999-2012 GenoGyn Rheinland e.G.