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Dezember 2002

[DMP Mammakarzinom mit erheblichen Irritationen] - [Kooperation mit dem PCV-Systemhaus] - [Knochendichtemessung in Apotheken] - [Vorurteile ...]

DMP Mammakarzinom mit erheblichen Irritationen!

Kein niedergelassener Gynäkologe, der halbwegs bei Verstand ist, wird auf Dauer daran vorbeikommen, den DMP-Vertrag Mammakarzinom zu unterschreiben. Andernfalls hieße es für ihn, sich von einem wesentlichen Teil seines Fachgebietes zu trennen. Die Politik und die Medien werden dafür sorgen, daß die Patientinnen mit einem Brustproblem in Zukunft nur noch die Frauenarztpraxen aufsuchen werden, die das DMP anbieten. Soweit ist das in Ordnung.

Gleichwohl macht sich bei den Kolleginnen und Kollegen jetzt, wo die Einzelheiten des Programms bekannt geworden sind, eine große Enttäuschung breit.

Man erhält den Eindruck, daß die heren Ziele des Programms wie "Bessere Lebensqualität", "Reduzierung der Mortalität", "Kostenreduktion" u.s.w. nur leere Schlagwörter sind, die sich aus dem Munde von Politikern zwar schön anhören, die aber an der Realität zumindest der frauenärztlichen Praxen weitgehend vorbeilaufen.

Da ist zum einen die beabsichtigte Qualitätsverbesserung, eine Forderung, der gerade GenoGyn Rheinland sich schon seit Jahren verschrieben hat, und an deren Verwirklichung u.a. mit der Vernetzung von 17 Qualitätszirkeln im KVNo-Bereich seit langem bereits gearbeitet wird. Im Vergleich dazu ist das DMP-Programm Minimalstandard. Er sieht lediglich die einmalige Teilnahme an einem "Fortbildungscurriculum" und die jährlich einmalige Teilnahme an einer Qualitätszirkelsitzung vor. Das ist lächerlich wenig und wird kaum eine Qualitätsverbesserung zur Folge haben. Zudem fehlen bis heute konkrete DMP-Qualitätsleitlinien, nach denen gearbeitet werden soll, sowohl in den Qualitätszirkeln wie auch in der Praxis.

Darüber hinaus ist die in Aussicht gestellte Vergütung geradezu ein Witz. Auch wenn sie außerhalb des Budgets gezahlt wird, so dürfte angesichts des zusätzlichen, vermutlich erheblichen Verwaltungsaufwandes und der Gefahr, durch Veränderung medikamentöser Therapien (DMP-Vertrag §1, Abs. 4) deutliche Einbußen bei der Berechnung des Wirtschaftlichkeitsbonus zu erleiden, das Ganze für den niedergelassenen Frauenarzt, dem so wichtigen "steuernden Disease-Management-Arzt", ein ziemlich freudloses DMP-Dasein bescheren.

Vielleicht aber wird man dieses Problem irgendwann "politisch" lösen, zum Beispiel indem man die Patientinnen mit einem Brustproblem eines Tages via Medien auffordert, der Einfachheit halber direkt in die Klinik zu gehen, natürlich nicht in irgendeine Klinik, sondern in ein veritables "Brustzentrum", ggfs. 30 km vom Wohnort entfernt und am niedergelassenen Frauenarzt vorbei.

Nein, mit dem Ergebnis können und dürfen wir nicht zufrieden sein, auch wenn Herr Jakobs von der AOK Rheinland selbstgefällig konstatiert: "Die Programme sind eine eindeutige Verbesserung gegenüber der gegenwärtigen Versorgungssituation", und im weiteren jede noch so konstruktive Kritik mit den Worten vorabdenunziert: "Wer etwas anderes behauptet, wird nicht von Fakten geleitet, sondern von oberflächlichem, populistisch orientiertem Denken."

Also, Herr Jakobs, im ersten Fall irren Sie, im zweiten Fall scheinen offenbar Sie selbst der Denker zu sein! Im Bereich der ambulanten Versorgung, die auf ein inniges Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient beruht, ist das DMP Mammakarzinom so keine Verbesserung. Um solches tatsächlich zu erreichen, müßte noch einiges geändert werden. GenoGyn Rheinland fordert die Vertragspartner auf,

Viele Frauenärztinnen und Frauenärzte werden, so ist zu vermuten, den DMP-Vertrag auch ohne Änderungen unterschreiben. Aber glücklich darüber können sie nicht sein.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen
GenoGyn Rheinland

Ausschuß Medizinische Fortbildung
- Ihr Partner für QualitÄt -


Kooperation mit dem PCV-Systemhaus!

Die Firma PCV in Grevenbroich besteht seit 14 Jahren und ist ein EDV-Service- und Dienstleistungsunternehmen. Es betreut inzwischen etwa 1.250 Arztpraxen im KVNo-Bereich und stellt als "Werkzeug" MEDISTAR zur Verfügung, das alle Möglichkeiten der Rationalisierung beinhaltet und dennoch in höchst komfortabler Weise hilft, den Praxisalltag zu meistern.

"Praxisbetreuung darf nicht mit dem Verkauf eines EDV-Systems enden, sondern sie muß hier erst richtig beginnen!", so der Geschäftsführer der PCV, Herr J. Ludwig.

PCV bietet deshalb einen "Rundum-Service an, der sich über schnelle Reaktionszeiten beim technischen Service, über ein umfassendes Schulungsangebot bis hin zu einer kompetenten und gut erreichbaren Hotline (24 Stunden) erstreckt.

Selbstverständlich erhalten GenoGyn-Mitglieder bei PCV Sonderkonditionen.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen
GenoGyn Rheinland

Ausschuß Kooperation / Einkauf
- Ihr Partner für Wirtschaftlichkeit -


Knochendichtemessung in Apotheken!

Der "Gesundheitsmarkt" ist bekanntermaßen ein zunehmend schwieriges Terrain. Um so wichtiger erscheint uns, daß wenigstens die Leistungsanbieter, die ähnliche Interessen verfolgen, miteinander kooperieren statt sich gegenseitig die "Brötchen wegzunehmen". Und die Knochendichtemessung gehört nun wirklich nicht zur genuinen Aufgabe einer Apotheke und wird spätestens dann zur Bosheit, wenn die Kunden von der Apotheke hören, daß "bei der abschließenden Interpretation des Wertes sicherlich Ihr Arzt Ihnen gern behilflich sein wird".

Was für manche Apotheken nur eine billige Werbemasche ist, das ist für viele Frauenarztpraxen jedoch ein Ärgernis, greift sie doch unmittelbar in das "Handwerk" und in die Kompetenz der Ärzte ein, die ihren Patienten die Osteoporosediagnostik und -therapie anbieten, ganz abgesehen davon, daß das Landgericht Wuppertal mit Urteil vom 7.8.2001 (Az: 11 O 55/01) einem Remscheider Apotheker untersagt hat, für eine "Osteoporose-Früherkennung" und für "Osteoporose-Messtage" zu werben.

Da leider einige Apotheken immer wieder dieses Urteil ignorieren, hat sich GenoGyn Rheinland jetzt dazu entschlossen, (a) die betreffenden Apotheken anzuschreiben, um sie an das Urteil zu erinnern und um auf rechtliche Konsequenzen (Abmahnung) hinzuweisen, (b) die Kolleginnen und Kollegen im Umfeld einer solchen Apotheke aufzufordern, auch im fachübergreifendem Kollegenkreis darüber zu sprechen und z.B. den Bezug von Sprechstundenbedarf bei einer solchen Apotheke zu überdenken, und (c) die entsprechenden Apotheken öffentlich zu benennen.

Inzwischen erhielten folgende Apotheken das Anschreiben der GenoGyn Rheinland:

GenoGyn Rheinland bitte alle ihre 438 Mitglieder, ihr die Apotheken zu melden, die ihren Kunden eine Knochendichtemessung anbieten, am besten sofort und per eMail.

geschaeftsstelle@genogyn-rheinland.de

Mit freundlichen kollegialen Grüßen
GenoGyn Rheinland

Ausschuß Betriebswirtschaft
- Ihr Partner für Erfolg -


Vorurteile ... !

Thema: UNO-Umfrage

Im letzten Monat hat die UNO eine weltweite Umfrage durchgeführt. Die Frage war:

"Geben Sie uns bitte ihre ehrliche Meinung zur Lösung der Nahrungsmittelknappheit im Rest der Welt ab."

Die Umfrage stellte sich, nicht unerwartet, als Riesenflop heraus.

... Vorurteile?


Ein schönes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2003!


Denken Sie auch im nächsten Jahr daran:

GenoGyn Rheinland blickt in die Zukunft und ist die
Partnerschaft der Erfolgreichen!

Mit freundlichen kollegialen Grüßen
GenoGyn Rheinland

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